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Möbelwerk Wittichenau stellt mehr Auszubildende ein

Hoyerswerda. Mit mehr Ausbildungsberufen und freien Stellen startet das Maja-Möbelwerk in Wittichenau in das bevorstehende Ausbildungsjahr. "In diesem Jahr werden wir 20 junge Leute aufnehmen", erklärt Antje Schneider, Leiterin des Personalwesens im Möbelwerk. sob

Das sind acht mehr als im vergangenen Jahr. So will sich das Unternehmen künftig verstärkt die eigenen Fachkräfte heranziehen.

Neu wird die Ausbildung zum Maschinen- und Anlagenführer sein. "Damit legen wir die Grundlage, um in den nächsten fünf bis acht Jahren auch die Früchte tragen zu können", erklärt Geschäftsführer Uwe Gottschlich. Derzeit werden ebenfalls geeignete Mitarbeiter als Maschinen- und Anlagenführer gesucht.

Verstärkt präsentiert sich das Unternehmen derzeit auch auf Messen, um Azubis und qualifizierte Fachkräfte zu gewinnen. Ein positives Fazit zieht Antje Schneider bei der Rückkehrerbörse in Bautzen. "Die meisten würden wegen der Familie oder der bevorstehenden Familiengründung zurückkommen wollen", sagt sie. Zehn "echte Bewerber" konnten daraus gezogen werden. Die meisten Kräfte auf dem regionalen Markt seien oftmals nicht ausreichend qualifiziert, was die Suche wie auch bei vielen anderen Firmen erschwert. Am Wochenende ist das Wittichenauer Möbelwerk auf der Dresdener Messe "Karrierestart" vertreten. Unter dem Motto "Zukunft selbst gestalten" bietet sie Schülern und Auszubildenden als auch Berufsstartern, Profis, Quer- und Wiedereinsteigern Gesprächsmöglichkeiten. Erstmals werden die derzeitigen Lehrlinge den Messestand selbst betreuen. "Das sind solche Projekte, wo sie sich austoben können", so Antje Schneider.

Vor etwa zwei Jahren wurde das Werk um eine Leichtbauplattenproduktion erweitert. Organisatorisch war die 60-Millionen-Euro-Investition eine Herausforderung. "Große Sprünge in der Personalveränderung sehe ich derzeit nicht", sagt der Chef. Allein 2015 seien über 100 Mitarbeiter eingestellt worden, damit zählt das Werk nun etwa 640.