Nach der Gemeinde Krauschwitz hat nun auch Rietschen Geld in die Hand genommen, um die digitale Technik der Gemeindeverwaltung zu erneuern. Auch hier haben sich in den vergangenen Monaten mehrere Probleme angehäuft, wie Bürgermeister Ralf Brehmer (parteilos) der RUNDSCHAU erklärt. „Durch verschiedene Updates, die wir machen müssen, ist es nötig geworden, auch den Server im Gemeindeamt auszutauschen“, erklärt er.

Neuer Server und neue Programme

Der Ausschuss hat nunmehr die Ausgabe von 27 000 Euro genehmigt. Die Investition beinhaltet nicht nur die Anschaffung eines neues Servers, auf dessen Festplatten nicht Dokumente der Verwaltung, sondern auch Daten der Bürger lagern, sondern auch mehrere neue Software-Programme. Darin enthalten seien auch Updates für das elektronische Dokumentationssystem der Gemeinde. „Zudem gehören noch einige neue Arbeits-PC’s dazu“, informiert der Bürgermeister.

Rietschen kooperiert zudem mit der kommunalen Informationsverarbeitung Sachsen (Kisa). Der kommunale IT-Dienstleister stellt mehrere Programme zur Verfügung, die nun mit der verbesserten Software wieder nutzbar sind.

Lizenzen sind teuer

Ein größerer Posten der Summe wird allerdings in Rietschen – wie auch in Krauschwitz – für die Software-Lizenzen ausgegeben. Diese verlangen Herstellen, wie etwa Microsoft, dafür, dass ein jeder die Programme nutzen kann. Allein 2016 hat der Kreis insgesamt knapp 370 000 Euro allein für Windows-Software ausgegeben, bestätigt Kreissprecherin Julia Bjar. Hinzu kommen Lizenzen für Verwaltungsprogramme, die um ein vielfaches höher liegen.