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| 02:56 Uhr

Mit zehn Mann zum Auswärtssieg

Kreisoberliga. Im Vorjahr hatte die Lok, damals als Tabellenführer, gegen Friedersdorf mit 1:2 verloren. G. Jainsch/trt

Diesmal gegen den Abstieg spielend, revanchierten sich die Gäste und holten mit dem gleichen Ergebnis einen überaus wichtigen Auswärtsdreier. Durch diesen Erfolg kletterte Lok nun auf Rang 12 der Tabelle.

Beide Teams mussten wichtige Stammspieler ersetzen. Mit leichter Windunterstützung machte der Platzbesitzer gleich von Anfang an mächtigen Druck. Der wurde bereits in der 5. Minute belohnt. Felix Bernsdorf, der von der Lokabwehr nicht entscheidend gestört wurde, erzielte per Flachschuss die frühzeitige Führung für den LSV. Nach gut einer Viertelstunde kam Schleife besser in die Begegnung. Angreifer Lars Briesemann stürmte mit dem Ball in den gegnerischen Strafraum und wurde vom Schlussmann umgemäht. Die logische Folge: Strafstoß und Gelb für den Friedersdorfer Torwart. Robert Kranig setzte den Ball eiskalt in die Maschen.

Im weiteren Spiel überwog die kämpferische Note auf beiden Seiten. Schleife hatte wieder Glück, als ein Kopfball der Einheimischen nur den Querbalken streifte. Ansonsten erspielten sich die beiden Angriffsreihen kaum klare Einschusschancen. Für dieses Phänomen zeichneten sich beide Abwehrreihen, die sehr stark spielten, verantwortlich.

Nach dem Pausentee suchten beide Mannschaften weiter die Offensive. Schleifes Bemühungen hatten dabei nach 49 Minuten Erfolg. Lok erhielt einen Freistoß nahe der Strafraumgrenze zugesprochen. Die Ausführung übernahm der 36-jährige Routinier Mario Panoscha. Der Ball landete zur viel umjubelten 2:1-Führung im Kasten.

Anschließend erlitten die Gäste einen Schock. Ursache war eine sehr harte Entscheidung des Schiedsrichters, der nach einem Zweikampf dem Lok-Kapitän Steve Schurmann die Rote Karte zeigte. Schleife musste noch eine halbe Stunde durchhalten. Trainer Thomas Schmidt nahm Sten Kowalick sowie Christian Kraink vom Platz. Die frischen Kräfte Nick Schurmann und Matthias Hoffmann stemmten sich nun gegen die verzweifelt angreifenden Friedersdorfer. Die zehn Lok-Spieler mussten Schwerstarbeit leisten, denn die Gastgeber versuchten zumindest noch ein Unentschieden zu erreichen. Doch die gute Moral der Schleifer zahlte sich letztendlich aus, denn nach 95. Minuten war der dritte Auswärtssieg der laufenden Saison perfekt.

Am kommenden Wochenende hat Schleife erneut ein entscheidendes Spiel vor der Brust. Und zwar eine Sechs-Punkte-Partie beim Tabellenvorletzten vom Ostritzer BC.

Schleife: Knox, Panoscha, Dubrawa, S. Schurmann, Lampe, Kranig,. Kowalick, (62. N. Schurmann), Marusch, Briesemann, Kranik (72. Hoffmann), Koschel