| 02:44 Uhr

Mit Volldampf geht es auf nach Löbau

Auch Landtagspräsident Matthias Rößler freut sich als Vorsitzender des Kuratoriums Tag der Sachsen auf die drei tollen Tage im September.
Auch Landtagspräsident Matthias Rößler freut sich als Vorsitzender des Kuratoriums Tag der Sachsen auf die drei tollen Tage im September. FOTO: Uwe Menschner/ume1
Löbau. Der Countdown auf der Website zeigt es an: Nur noch zwei Wochen trennen den Freistaat Sachsen von seinem größten Volks- und Vereinsfest, das vom 1. bis 3. Uwe Menschner / ume1

September in Löbau stattfindet. Nach der Landesgartenschau 2012 und dem Landeserntedankfest 2015 ist es bereits das dritte sachsenweite Großevent, das die "Stadt am Berg" stemmt, während sich andere - beispielsweise Bautzen - in vornehmer Zurückhaltung üben.

"Aus den bisher gemachten Erfahrungen wissen wir, dass Löbau feiern kann und brauchen uns deswegen keine großen Sorgen zu machen", sagt der Präsident des Sächsischen Landtags, Matthias Rößler (CDU). Er fungiert gleichzeitig als Vorsitzender des Kuratoriums für den Tag der Sachsen. Und tatsächlich spart das in großen Teilen bereits festgezurrte Festprogramm kaum einen Aspekt des gesellschaftlichen Lebens im Freistaat aus. Das Motto lautet dabei "Mit Volldampf nach Löbau". Es spielt auf die große Tradition des Eisenbahnwesens in der früheren Kreisstadt zwischen Görlitz und Bautzen an, in der sich auch die Ostsächsischen Eisenbahnfreunde wohlfühlen und ihren Beitrag zum Gelingen leisten wollen.

Löbaus Oberbürgermeister Dietmar Buchholz (CDU) sieht den großen Vorteil seiner Stadt in ihrer Kompaktheit: "Alle Schauplätze liegen in fußläufiger Entfernung und sind gut zu erreichen." Im Vorjahr in Limbach-Oberfrohna sei das anders gewesen, dort habe sich das Festgelände auf eine viel größere Fläche verteilt.

Die Vereins- und Hauptmeile als zentrale Achse zieht sich in zwei Strängen vom Bahnhof und aus dem Landesgartenschaugelände über den zentralen Altmarkt bis zum Theaterplatz am südlichen Ende der Löbauer "City." Die anderen Meilen - beispielsweise für Oldtimer und Eisenbahnromatik, die Partnerregionen der Oberlausitz ("Internationale Meile"), Blaulicht oder Handwerker zweigen an mehreren Stellen von der Hauptmeile ab.

Insgesamt 15 Bühnen säumen das Festareal, davon elf thematische- und vier Medienbühnen. Letztere dürften mit international bekannten Künstlern die Hauptanziehungspunkte für die erwarteten etwa 200 000Besucher bilden. So haben unter anderem Max Giesinger, Christina Stürmer, die Ostrocklegenden "City" und "Karussell", die ungarischen "Omega" sowie das aus Löbau stammende weltweit erfolgreiche DJ-Duo Kyau vs. Albert Auftritte zugesagt. Allein bis zu 50 000 Besucher säumen erfahrungsgemäß die Strecke des traditionellen Festumzugs, der am Sonntag, 3. September, um 13 Uhr beginnt. Er führt über eine Strecke von 2,5 Kilometern und zeigt 150 Bilder.

Auch in Bezug auf die Teilnehmerzahlen erwartet Löbau einen Tag der Sachsen der Superlative: So wirken 453 Vereine und Verbände aus dem gesamten Freistaat mit (im Vorjahr waren es 412), 228 davon verfügen über eigene Präsentationsstände. Das Sicherheitskonzept sieht eine dezente, aber doch sichtbare Präsenz uniformierter Polizisten auf dem gesamten Festgelände vor, wie der Leiter der Polizeidirektion Görlitz, Torsten Schultze, erklärt. Auch Nizza-Steine zum Verhindern des Befahrens mit großen Fahrzeugen kommen zum Einsatz. "Es liegen aber keinerlei Hinweise auf geplante Störungen des Festgeschehens vor", versichert der Polizeichef. Oberbürgermeister Dietmar Buchholz appelliert, zur Anreise die öffentlichen Verkehrsmittel zu nutzen. Wer nicht auf das eigene Auto verzichten will, findet in Nechern (B 178) und Rosenhain (B 6) Großparkplätze vor, von denen aus Shuttlebusse verkehren.

Ausführliche Informationen zu Programm und einzelnen Festmeilen finden sich unter

www.tagdersachsen2017.de .