| 02:49 Uhr

Mit Strom und mehrsprachig

Umweltfreundlich unterwegs: Die Polizeidirektion Görlitz verfügt seit Dienstag über zwei sachsenweit bislang einzigartige Hybrid-Streifenwagen, von denen Leiter Conny Stiehl hier einen gestenreich vorstellt.
Umweltfreundlich unterwegs: Die Polizeidirektion Görlitz verfügt seit Dienstag über zwei sachsenweit bislang einzigartige Hybrid-Streifenwagen, von denen Leiter Conny Stiehl hier einen gestenreich vorstellt. FOTO: Uwe Menschner/ume1
Görlitz. Mit zwei neuen Polizeiautos fahren seit Dienstag die gemeinsamen deutsch-polnischen Streifen zu ihren Einsatzorten beiderseits der Neiße. "Auffallend blau-gelb und reflektierend, in sportlichem Design, leistungsstark und umweltbewusst", werden die Wagen in einer Pressemitteilung der Polizeidirektion Görlitz beschrieben. red/dh

Beinahe geräuschlos würden die beiden VW Golf GTE dahingleiten.

Polizeipräsident Conny Stiehl: "Mit diesen Autos wird sichtbar, was für uns schon lange selbstverständlich ist: die enge Zusammenarbeit mit unseren polnischen Kollegen. Gemeinsame Streifen haben sich bewährt und werden auch in Zukunft ein fester Bestandteil unserer Arbeit für die Sicherheit in der Grenzregion sein."

Bei den beiden laut Polizeidirektion Görlitz sachsenweit bislang einzigartigen Dienstfahrzeugen handelt es sich um zwei Limousinen neuester Bauart, die auf polizei-typische Belange umgerüstet wurden. Die Viertürer werden im Normalbetrieb von einem 102 PS starken Elektromotor angetrieben. Bis zu 50 Kilometer weit bringt der Plug-in-Hybrid seine deutsch-polnische Besatzung emissionsfrei durch die niederschlesisch-sächsische Grenzregion. Muss es mal fixer gehen oder weitere Strecken stehen auf dem Plan, schalten sich die unter der Motorhaube schlummernden 150 Pferdestärken des Benzinmotors zu.

In der Lichtbrücke zwischen den LED-Blaulichtern auf dem Dach leuchten nicht nur die deutschen Anhaltesignale wie "Stop Polizei" oder "Bitte Folgen" auf. Denn die Verkehrsteilnehmer können auch in englischer, deutscher und polnischer Sprache "angeleuchtet" werden.

Ein Erkennungsmerkmal der beiden Limousinen ist zudem die zweisprachige Aufschrift auf den Heckscheiben. Dort ist auch das Wappen der sächsischen und polnischen Polizei zu sehen. Die Anschaffung der beiden Volkswagen wurde maßgeblich von der Europäischen Union gefördert, informiert die Polizeidirektion Görlitz weiter. In dem deutsch-polnischen Gemeinschaftsprojekt "Sicherer niederschlesisch-sächsischer Grenzraum - Erhöhung der Wirksamkeit von Aufklärungs- und Ermittlungsmaßnahmen der gemeinsamen Fahndungsgruppe Neiße" wird die Verbesserung der Zusammenarbeit der sächsischen und polnischen Polizei gefördert.

Die Anschaffungskosten der beiden Streifenwagen beliefen sich auf rund 97 000 Euro, von denen 82 500 Euro durch den Europäischer Fonds für die regionale Entwicklung (EFRE) der Europäischen Union übernommen wurden.