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Mit Pfanne und Messer auf Wachmann losgegangen

Weißwasser/Niesky. Am heutigen Dienstag steht ein 38-jähriger Asylbewerber vor dem Schöffengericht in Weißwasser. Wie Amtsgerichtsdirektor Martin Hinrichs der RUNDSCHAU erklärt, soll der aus Libyen stammende Mann in einem Asylbewerberheim in Niesky im Jahr 2014 auf einen Wachmann losgegangen sein. Christian Köhler

"Er soll dem Mann vom Wachschutz mit einer Pfanne auf die Stirn geschlagen haben", so Hinrichs. Anschließend, so wird es dem 38-Jährigen vorgeworfen, soll er mit einem Küchenmesser versucht haben, den Wachmann zu erstechen. Bei der Abwehr hat sich der Wachmann eine schwere Schnittverletzung am Arm zugezogen, berichtet Hinrichs weiter. Mit einem zweiten Asylbewerber soll der Angeklagte dann mit Steinen nach dem Opfer geworfen haben.

Anfang 2015, so der zweite Tatvorwurf, soll der Beschuldigte einem weiteren Asylbewerber mit einer Flasche und einem Stuhl auf den Kopf geschlagen haben. Dieser erlitt dadurch eine schwere Kopfverletzung und brach sich unter anderem die Nase.

Anschließend sei der Beschuldigte verschwunden, wurde per Haftbefehl gesucht. "Deshalb kann die Verhandlung gegen ihn auch erst jetzt beginnen", erläutert Martin Hinrichs.