ANZEIGE
ANZEIGE
ANZEIGE
| 02:45 Uhr

Mit Hunden auf Wolfsfährte

Wie Jagdhunde arbeiten erfuhren die Teilnehmer eines speziellen Hundetrainings auf dem Truppenübungsplatz.
Wie Jagdhunde arbeiten erfuhren die Teilnehmer eines speziellen Hundetrainings auf dem Truppenübungsplatz. FOTO: A. Reif
Hundefreunde sind mit Familienhundeausbilderin mit einem besonderen Trainingstag in den Sommer gestartet. Dabei konnte dank der Zustimmung der Kommandantur ein weidmännisches Training auf dem Truppenübungsplatz Muskauer Heide stattfinden. Angelika Reif

Ziel war es, den Haushunden das jagdliche Aufgabengebiet zu präsentieren und dass sie sich an einer Fährte auszuprobieren.

Die circa 60 Hundefreunde wurden von Bernd Stienert, Liegenschaftsverwalter vom Bundesforstamt Muskauer Heide, und Hubertus Scammel, Revierförster bei Sachsenforst, herzlich in Empfang genommen. Letzterer stellte die Ausrüstung eines Schweißhundeführers vor.Der Bayrische Gebirgsschweißhund Ramses von Herrn Scammel hatte die Herausforderung, eine etwa 600 Meter lange Fährte zu bewältigen, die am Vorabend von Herrn Stienert getreten wurde. Dann ging die Fährten- beziehungsweise Schweißarbeit für Ramses los. Er arbeitete die Fährte sicher aus. Die Trainingsteilnehmer folgten ihm und Herrn Scammel durch das Dickicht und Altbestände, bis sie am Streckenstück ankamen. Hier lag das Haupt eines Junghirsches, welchem Herr Scammel einige Tage zuvor nach einem Verkehrsunfall nachgesucht hatte. Mit dieser Vorführung wurde die Arbeit eines Schweißhundes demonstriert, falls das Wild nicht direkt durch den Jäger an Ort und Stelle erlegt wird.

Anschließend stellte Herr Stienert seine Tiroler Bracke Aemy vor. Diese ist primär ein Stöberhund. Das sind Jagdhunde, die selbstständig beziehungsweise planmäßig ohne Kontrolle des Hundeführers unübersichtliches Gelände wie Dickichte oder Schilf nach Wild durchsuchen. Am Sonntag jedoch arbeitete Aemy auch eine Schweißfährte von rund 400 Metern aus. Damit stellten beide Jagdhunde ihre hervorragenden Leistungen eindrucksvoll unter Beweis.

Der Wildhändler Kroll beköstigte mit seinem Imbisswagen die Hundefreunde

Danach kamen die Familienhunde zum Einsatz. Leider ließ sich kein einziger Wolf sehen. Das Hundegebell war wohl zu laut. Aber für alle gab es eine Futterfährte mit frischen Pansen. Das führte rasch zu einer erfolgreichen Fährtensuche.

Im Wald wurde noch ein Hindernisparcours durchgeführt. Ziel ist dabei, die Intelligenz und Kreativität des Hundes zu testen, aber auch die Kommunikation und Bindung zwischen Hund und Hundeführer zu stärken.

Zum Abschluss gab es noch eine botanische Besonderheit: ein Wunderbaum, auf welchem Leckerlis "wuchsen". Diese Fährte fanden die Vierbeiner natürlich besonders schnell.