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| 16:41 Uhr

Serie „Ich kaufe regional“
Mit EC-Karte sitzt das Geld lockerer

Blumen und Geschenke kaufen Kunden bei Floristin Antje Krautz in ihrem Blumenladen in Groß Düben. Beim Bezahlen zücken sie je zur Hälfte entweder das Portemonnaie oder die EC-Karte.
Blumen und Geschenke kaufen Kunden bei Floristin Antje Krautz in ihrem Blumenladen in Groß Düben. Beim Bezahlen zücken sie je zur Hälfte entweder das Portemonnaie oder die EC-Karte. FOTO: Arlt Martina
Weißwasser. Barzahlung oder lieber Karte? Wie die Lausitzer bevorzugt ihre Einkäufe bezahlen, hat die LR bei heimischen Händlern und Kunden erfahren.

Ginge es nach Händlern und Banken, dann wäre Bargeld schon längst aus den Portemonnaies verbannt. Doch die Mehrheit der Deutschen lässt sich davon nicht beirren. Die Leute halten gern den Münzen und Scheinen die Treue. Bargeld gilt als beliebtestes Zahlungsmittel.

Doch wie halten es die Lausitzer bei ihren Einkäufen? Im Blumengeschäft von Antje Krautz (39) in Groß Düben wird seit Jahren der Service für Kartenzahlung angeboten. „Die EC-Karte wird sehr gern genutzt. Dabei gibt es auch beim Alter keine Unterschiede. Ab 10 Euro ist bei uns so die Grenze, eine Karte zu zücken. Nutzen die Kunden die Kartenzahlung, dann schauen sie oft nicht so auf das Geld“, hat die Geschäftsfrau beobachtet. Dann wird auch mal noch ein Accessoire oder ein Deko-Artikel mitgenommen. Steht eine größere Feierlichkeit an, auch dann wird oft mehr gekauft und und nicht so so auf das Geld geschaut. Als vorrangiges Zahlungsmittel gilt jedoch schon noch Bares bei uns“, sagt die Floristin.

Marlen Nicko (39) betreibt seit 2004 das Geschäft Schenken/Wohnen/Leben in Weißwasser und weiß genau, dass die Kartenzahlung mehr im Trend liegt. „Bei uns gibt es schon immer die Kartenzahlung. Somit wird oft auch nicht auf den Cent geschaut. Wir haben weniger Arbeit, wenn wir nicht so viel Bargeld in der Kasse zählen müssen. Für uns ist es sogar weniger Aufwand. Auch Leute, die vor Ort kaufen und von außerhalb kommen, haben ja nicht so viel Bargeld einstecken. Wir sind alle irgendwo in der Welt unterwegs, mit einer Karte ist jeder immer flexibel“, sagt Marlen Nicko überzeugt. Robert Ehmann (33) bevorzugt es, Bargeld in der Geldbörse zu haben: „Der Service zur Kartenzahlung sollte in den Geschäften aber schon vorhanden sein. Doch ich bevorzuge Bargeldzahlung, so behalte ich immer den Überblick. Die Karte habe ich allerdings immer einstecken, doch nutze ich eher selten.“

Nur Bares ist Wahres – diesen Ausspruch kennt wohl fast jeder. Auch Paul Vogel (26) ist dieser Meinung. „Ich zahle nur bar, ich möchte das Geld in der Hand haben. Ich persönlich brauche keine Kartenzahlung.“ Die beiden jungen Männer stehen damit der landläufigen Meinung entgegen, dass vor allem jüngere Menschen die elektronischen Zahlungsvarianten bevorzugen.

Geschäftsmann Günter Trenkel (64) von der gleichnamigen Parfümerie weiß, wie wertvoll die Kartenzahlung ist: „1991 eröffnete ich mein Geschäft. Ohne EC-Karte geht gar nichts. Bei uns geht zwei Drittel mit Kartenzahlung über den Ladentisch und ein Drittel wird bar bezahlt. Ende des Monats wird oft die Visa-Kreditkarte gezückt, da das Geld nicht gleich abgebucht wird“, plaudert Günter Trenkel aus seinen in vielen Jahren gemachten Erfahrungen. Die 67-jährige Ursula Kiefel aus Weißwasser nutzt ihre Bankkarte nur, um Geld abzuheben: „Ich habe immer Bargeld einstecken, Karte nutze ich kaum in den Geschäften. Ich denke, dass eher die jüngere Generation den Karten-Trend bevorzugt. Ich wünsche mir sehr, dass die Barzahlung auf jeden Fall noch ängere Zeit erhalten bleibt.“ Im Uhren- und Schmuckgeschäft von Annette, Hartmut und Robert Schirrock gehört die Kartenzahlung schon immer zum Geschäftsbetrieb. 1979 eröffnete das Ehepaar Schirrock das Geschäft, seit 2013 führt Sohn Robert das Uhren- und Schmuckgeschäft in Weißwasser. „Bei uns wird 50 Prozent per Karten und 50 Prozent bar bezahlt. Und wenn es nur eine Batterie ist, auch dann ist Kartenzahlung möglich“, sagt Annette Schirrock. Dieser Service müsse Kunden schon geboten werden. Die jüngeren Leute bevorzugen eher Kartenzahlung und die älteren Menschen zahlen gern in bar. „Wir persönlich bevorzugen privat auch eher die Bargeld-Variante“, gesteht die 58-jährige Geschäftsfrau.

Ich kaufe regional 4c
Ich kaufe regional 4c FOTO: LR