Die letzten Jahre hat die junge Familie in Göttingen und dann in Sigmaringen am Bodensee verbracht. Für Carsten Unterberg war die Arbeit als Zeitsoldat bei der Bundeswehr abgelaufen. Jetzt absolviert er in Cottbus Weiterbildungsmaßnahmen. „Wir befinden uns sozusagen in einer Phase der Neuorientierung. Mal sehen, wo es uns beruflich hin verschlägt“ , sagt Jeannine Unterberg.
Im Haus der Eltern wurde etwas umgeräumt, so dass die junge Familie dort erst einmal genügend Platz hat. „Meine Eltern freuen sich riesig, dass sie jetzt ein bisschen mehr von ihren Enkelkindern haben“ , weiß Jeannine Unterberg. Den kleinen Paul, der jetzt zweieinhalb Jahre alt ist, haben sie nur sehr selten gesehen. Am 1. November um 15.10 Uhr wurde seine Schwester Jule geboren.
„Ein absolutes Wunschkind“ , sagt der stolze Papa Carsten Unterberg. Jule ist 54 Zentimeter groß und wiegt 4210 Gramm.
Für Paul ist es noch etwas ungewohnt, dass das kleine Baby jetzt seine Schwester ist. Beim Besuch im Krankenhaus besteht er darauf, dass er Jule ein Küsschen geben darf.
„Wir haben ihm erzählt, dass Jule ein Geschenk für ihren Bruder mitbringt. Da er sich einen Roller gewünscht hatte, konnte er die Zeit kaum aushalten“ , erzählt die junge Mutti.
Die Schwangerschaft verlief ohne Probleme. Doch als mehrere Tage nach dem errechneten Termin der Wehentropf angesetzt wurde, waren die Wehen gleich ziemlich heftig. „Ich hatte eigentlich Angst vor einer Rückenmarksnarkose. Doch als die Schmerzen so heftig wurden, habe ich mir doch eine PDA legen lassen. Entgegen meiner Befürchtungen war das perfekt“ , sagt Jeannine Unterberg.
Bei der Entbindung war auch Ehemann Carsten mit dabei. „Das ist ein ganz besonderes Erlebnis“ , schwärmt er.
Jeannine Unterberg, die ihren Sohn in Göttingen zur Welt gebracht hat, war angenehm davon überrascht, dass man hier in Weißwasser seine eigene Hebamme mitbringen kann. „Das ist wirklich schön, wenn man die Hebamme schon vorher kennt und sich Vertrauen aufgebaut hat“ , sagt sie.
Jeannine Unterberg möchte jetzt die Zeit mit den Kindern genießen. Irgendwann möchte sie auch wieder ihre Arbeit als Sparkassenfachangestellte aufnehmen. „Ich gehöre nicht zu den Frauen, die Kinder in die Welt setzen und sie dann so bald wie möglich in die Kindereinrichtung bringen“ , ist ihre Lebensauffassung.