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Mit den von Arnims durch das Jahr 2018

Thomas Graf von Arnim zeigt auf den neuen Kalender, der dem Wirken seinen Vorfahren im Muskauer Park gewidmet ist.
Thomas Graf von Arnim zeigt auf den neuen Kalender, der dem Wirken seinen Vorfahren im Muskauer Park gewidmet ist. FOTO: Regina Weiß
Bad Muskau. Wussten Sie, dass Teile des Mamor-Sarkophags und der Altar aus dem Mausoleum im Muskauer Park erhalten geblieben sind und sich heute in der Kirche in Bad Muskaus Partnerstadt Leknica befinden? pm/rw

Solche und andere – sicherlich neue und/oder unbekannte Fakten – sind in dem neuen Kalender "Muskauer Park Architekturen zur Zeit der Grafen von Arnim" der Stiftung Fürst-Pückler-Park Bad Muskau für das Jahr 2018 zu finden. Der Kalender liegt druckfrisch vor und kann ab sofort im Tourismuszentrum Muskauer Park und im Schreibwarenhaus Bänder erworben werden.Er kostet 14,90 Euro.

Der Kalender widmet sich diesmal den architektonischen Spuren der Grafen von Arnim im Muskauer Park und stimmt damit auf eine Sonderausstellung im kommenden Jahr ein: Im Zeitraum vom 10. Juni bis 16. September 2018 steht im zweiten Obergeschoss des Neuen Schlosses das Wirken der Familie von Arnim im Mittelpunkt.

Über drei Generationen und 62 Jahre hinweg hatte die Familie die anspruchsvolle Aufgabe, die unter Pückler begonnenen Gartenpartien im fürstlichen Sinne zu vollenden und den Park auch in wirtschaftlich und politisch schwierigen Zeiten zu erhalten, teilt Pressesprecherin Sophie Geisler mit. Doch nicht nur das - natürlich setzten die von Arnims punktuell auch ihre eigenen gestalterischen Akzente.

Der Kalender vermittelt anhand von historischen Ansichten, aktuellen Vergleichsfotos und kurzen Begleittexten einen ersten Eindruck der überraschenden Zahl und Vielfalt der Arnimschen Spuren. Damit eröffnet sich ein ganz neuer Blickwinkel auf den Muskauer Park, denn Pückler spielt ausnahmsweise mal nur eine Nebenrolle …

Anlass für den Bau des Mausoleums war der Tod von Gräfin Laura von Arnim im Jahr 1886. Für das Gedenken an sie wurde ein Mamor-Sarkophag geschaffen. Sieben Familienmitglieder fanden an dem Standort auf der dem Schloss gegenüberliegenden Hangkante im heutigen polnischen Parkteil ihre letzte Ruhestätte. Im Zuge des Zweiten Weltkrieges wurde das Bauwerk erheblich beschädigt und 1972 von den Polen gesprengt. Im Oktober 2001 wurde auf dem Gelände, wo einst der Altar stand, ein Kreuz eingeweiht. Thomas Graf von Arnim zeigte sich damals froh, dass die Erinnerungsstätte gestaltet werden konnte.