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Mit dem Polizeihubschrauber Buntmetalldiebe aufgespürt

Görlitz. Aus einem Routineflug der Bundespolizei ist in der Nacht zum Samstag ein "scharfer Einsatz" geworden. Laut einer Mitteilung der Bundespolizeiinspektion Ludwigsdorf am Montag befand sich der Hubschrauber über Kodersdorf. red/dh

Derartige Flüge würden der Überwachung der Grenze dienen. In diesem Fall hätten die Beamten speziell die Eisenbahnstrecken im Fokus gehabt.

Gegen 1.40 Uhr jedoch entdeckte die Besatzung einen verdächtig wirkenden Pkw am Gleis. Streifen am Boden überprüften das Fahrzeug und trafen auf zwei polizeibekannte Männer. Zudem stellten sie in dem Auto als auch in dessen Umfeld mutmaßliches Tatwerkzeug fest.

Wegen des Verdachts des Buntmetalldiebstahls wurden die Verdächtigen (21, 34) vorläufig festgenommen. Einer von ihnen räumte in der Vernehmung ein, in der Vergangenheit Buntmetall gestohlen zu haben. Gegen das Duo wird nun wegen des Verdachts des Diebstahls ermittelt.

Zudem wurde gegen den 34-Jährigen Anzeige wegen des Verdachts des Fahrens ohne Fahrerlaubnis erstattet. Er hatte zunächst erklärt, seinen Führerschein zu Hause vergessen zu haben. Eher durch Zufall hörten die Ermittler allerdings mit, als er dem anwesenden Dolmetscher anvertraute, seit Längerem nicht im Besitz einer Fahrerlaubnis zu sein.

Am Sonntagabend haben Bundespolizisten zudem bei der Kontrolle eines Kleintransporters an der Autobahnanschlussstelle Kodersdorf im Laderaum neben verschiedenen Autoteilen einen VW-Motor gefunden. Ermittlungen ergaben, dass dieser aus einem Pkw stammte, der im März dieses Jahres in Litauen gestohlen worden war.

Der 26-jährige Fahrer des Kleintransporters teilte der Polizei zufolge mit, er habe von seiner Spedition den Auftrag, die Ladung bei einer Meisterwerkstatt in Konstanz abzugeben. Aber die Bundespolizei stellte die Ladung sicher.