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Mit blühenden Visionen geht es an die Waterkant

An diesem Wochenende nimmt Kati Struck (l.) in Dresden an einer Verbrauchermesse teil und trifft hier mit ihrer Schwiegermutter die Vorbereitungen. Das Kunstwerk geht dann auch mit zur IGA nach Rostock.
An diesem Wochenende nimmt Kati Struck (l.) in Dresden an einer Verbrauchermesse teil und trifft hier mit ihrer Schwiegermutter die Vorbereitungen. Das Kunstwerk geht dann auch mit zur IGA nach Rostock. FOTO: Foto: Angelika Brinkop
Schleife.. Vom 11. bis 14. September geht es auf der IGA in Rostock um florale Meisterwerke. Das Thema des Wettbewerbs dazu lautet „Blumenkunst – Kunst mit Blumen“ . Als einzige Firma aus der hiesigen Region ist die Schleifer Gärtnerei und Floristik Struck dabei. Von Gabi Nitsche

„Das ist schon eine ganz schöne Herausforderung für uns. Aber ich denke, wir brauchen uns nicht zu verstecken“ , sieht Kati Struck dem IGA-Auftritt im September entgegen. Der Wettbewerb, dem sich die 34-Jährige gemeinsam mit Ehemann Daniel und Schwiegermutter Brigitte stellt, ist floralen Meisterwerken gewidmet. Teilnehmer aus ganz Deutschland ringen um die Medaillen.
„Wir sind als einzige aus der Region mit dabei und freuen uns sehr darauf.“ Vom 11. bis zum 14. September dauert der Vergleich mit anderen Floristen und Gärtnern. Strucks werden eine zwanzig Quadratmeter große Fläche gestalten. „Das mit typischen Sachen der Region. So zum Beispiel mit einer Heidelandschaft, mit Findlingen und so weiter.“ Eigens dafür gezüchtet wurden Silberblatt und eine kleinblütige Sonnenblume mit dem Namen „Sonja“ . So gehen die Strucks nicht nur mit der floristischen Gestaltung, sondern auch mit der gärtnerischen Produktion in die Wertung. „Uns liegt sehr viel daran, den kompletten Betrieb in Rostock vorzustellen“ , so Kati Struck. Zum IGA-Auftritt im Spätsommer gehören noch drei weitere Kategorien: das Schaubinden, eine dauerhafte Innenbegrünung und das Fertigen eines Trauerkranzes.
„Dieser hat einen Durchmesser von einem Meter“ , verriet sie gestern bei unserem Gespräch. Sie freue sich sehr auf diese Aufgaben. „Aber von einem ruhigen Sommer kann nun keine Rede sein.“ Denn für einen solchen Wettbewerb ist die Vorbereitung schon die halbe Miete. Da müssen die Ideen zum Thema erst einmal auf Papier gebracht werden. Skizze um Skizze, Notiz um Notiz. Hinzu kommen ein gewisser Schuss Routine, aber vor allem auch eine gehörige Portion Geschicklichkeit. „Jetzt sind es ein bis zwei Tage pro Woche, die ich für die Vorbereitung brauche. Wenn der Wettbewerb näher rückt, wird die Woche straff durchgezogen mit dem Üben und Vorbereiten.“
Für Kati Struck ist die Teilnahme an solchen Vergleichen und an Messen wichtig, verriet sie. Ebenso die ständige Weiterbildung. „Ich muss doch wissen, wohin sich der Trend entwickelt, was gefragt ist.“ Sie liebt ihren Beruf und geht voll in diesem auf, stellt sich immer neue Ziele, um nicht in irgendeinen Trott zu verfallen. Dabei ist die Blumengeschichte schon ihr dritter Beruf. „Ich war in der Forstwirtschaft, habe in einem Notariat gearbeitet. 1995 machte ich dann die Umschulung zur Floristin. Dann gab es kein Halt mehr. Vor drei Jahren erreichte ich in Pillnitz, am Deutschen Institut für Floristik, meinen Floristikmeister.“
Darauf ist die ganze Familie stolz. „Wenn es die Familie, meine Eltern und Schwiegereltern, nicht gäbe, könnte ich Wettbewerbe, Messen und Weiterbildung total vergessen. Wir haben zwei Töchter, zwei und sieben Jahre, die man ja nicht allein lassen kann. Beide Eltern helfen uns da sehr“ , berichtet die junge Schleiferin.
Sie würde sich übrigens über die Unterstützung von anderen Unternehmen für den IGA-Auftritt sehr freuen. „In der heutigen Zeit ist so ein teures Unterfangen kaum allein zu bewältigen. Und wir müssen einen Großteil der Kosten allein tragen, das geht schon in die Tausende.“ In der Firma Krautz-Beton fanden Strucks schon willkommene Helfer. „Wir bekommen einen Transporter. Als Dankeschön arbeiten wir an unserem Stand Steine von Krautz mit ein. Ein Werbeschild kommt auch dazu.“
Nun sucht die Kati Struck vor allem noch einen Metallbetrieb, der ebenso praktische Rückenstärkung gibt. Für ihr blühendes Meisterwerk braucht es auch eine Metallkonstruktion. „Diese müsste eine Höhe von drei Metern erreichen, und das können wir einfach nicht allein machen.“ Egal, wie groß oder klein die Hilfe ausfällt, jede ist willkommen.