(pm/rw) Landrat Bernd Lange (CDU) schließt sich der Forderung des Landrates des Landkreises Nordsachsen, Kai Emanuel, nach Unterstützung des Freistaates Sachsen beim Abbau von Kassenkrediten an. Auch im Landkreis Görlitz sind in den letzten Jahren Haushaltsfehlbeträge in Größenordnung aufgrund einer unzureichenden Finanzausstattung entstanden, welche zu erheblichen Kassenkrediten von bis zu 50 Millionen Euro in der Spitze geführt haben.

Diese Fehlbeträge sind entstanden, da den besonderen Belastungen des Landkreises Görlitz im Sozialbereich aufgrund der strukturellen Nachteile im bisherigen Finanzausgleich nicht in ausreichendem Maße Rechnung getragen wurde. Aufgrund eigener Konsolidierungsmaßnahmen und einer überdurchschnittlich hohen Belastung der kreisangehörigen Städte und Gemeinden über die Kreisumlage ist es gelungen, die laufenden Defizite in den letzten Jahren zu verringern. Das führte unter den Kommunalvertretern zu erheblichen Diskussionen.

Dennoch ist der Landkreis Görlitz aus eigener Kraft nicht in der Lage, die bereits aufgelaufenen Haushaltsdefizite allein abzubauen und ist daher auf die Unterstützung des Landes angewiesen. Das teilt die Pressestelle der Kreisverwaltung mit.

„Der Freistaat Sachsen muss in seinen Koalitionsverhandlungen die finanzielle Ist-Situation nicht nur zur Kenntnis nehmen, sondern auch einer Lösung zuführen. Der Landkreis Görlitz kann nicht mit der Last der Altschulden in einen neuen Strukturwandelprozess eintreten“, fordert Landrat Bernd Lange.