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| 01:06 Uhr

Mit Bitumen allein sind nicht alle Probleme weg

Längst ist die Zeit vergessen, in der die verlängerte Gutenberger Straße von Hermannsdorf eher einem Feucht-Biotop als einer Straße ähnelte. Inzwischen hat die ehemalige Buckelpiste eine schmucke, saubere Bitumendecke erhalten. Im Rahmen des Schwarzdeckenprogramms wurde die Straße in einen sauberen Zustand überführt. Von andré kurtas

Damit die Stadtverwaltung jedoch nicht zu tief ins Geldsäckel greifen musste, wurden die Anwohner dieser Straße zur Kasse gebeten, um sich finanziell an dieser Baumaßnahme zu beteiligen. Viele waren froh, dass die Gutenbergstraße endlich nach dvielen Jahrzehnten eine richtige Straße wurde. Aber bereits früher, als hier noch die Schlaglöcher aneinandergereiht waren und die Geschwindigkeit auf 30 Stundenkilometer begrenzt war, wurde diese Straße von einigen Kraftfahrern als regelrechte „Rennpiste“ genutzt. Manche Anwohner befürchteten schon damals, dass dies mit der Begradigung und dem Auftrag der Schwarzdecke noch zunehmen würde.
Doch in erster Linie war man froh, dass man zukünftig bei Trockenheit vor dicken Staubwolken verschont blieb und bei Regen nicht mehr in den Fluten versank, wie es früher oft der Fall war. Ähnlich erging es jetzt der Rothenburger Straße, auf deren südlichen Abschnitt jetzt eine Schwarzdecke aufgebracht wurde. Außerdem wurden Straßenlaternen aufgestellt.
Wie es derzeit mit den Straßen steht und ob sie eher als Flaniermeilen oder doch mehr als Rennpiste genutzt werden, darüber können heute beim RUNDSCHAU-Stammtischgespräch die Meinungen ausgetauscht werden. Sicherlich dürfte auch der Zustand des „Farmerhauses“ zur Rede kommen. Zahlreiche Ausstellungen, Skat- oder Dartwettbewerbe wurden hier einst veranstaltet. Beheimatet war bekanntlich auch der „Klub der Musikfreunde“ . Inzwischen fließt in der ehemaligen Traditionsgaststätte längst kein Gerstensaft mehr aus dem Zapfhahn. Zahlreiche Sachbeschädigungen wurden in der Vergangenheit an diesem leerstehenden Gebäude registriert. Die Hermannsdorfer würden es sicherlich begrüssen, dass in dieser Lokalität bald wieder einmal ein Pächter hinter dem Tresen steht und dass das heruntergekommene Anwesen wieder eine Stätte der Gemütlichkeit im Ortsteil werden würde. Dies ist aber sicherlich nur durch eine umfangreiche Sanierung des gesamten Gebäudes möglich.
Ein weiteres Thema, das heute Abend sicherlich auch eine Rolle spielen könnte, ist der Ärger mit dem Müll. Zahlreiche schmucke Häuser und saubere Vorgärten beherrschen in Hermannsdorf die Szenerie. Doch was den Einwohnern des Stadtteiles mitunter große Sorgen bereitet, ist die Unvernunft einiger weniger Zeitgenossen, die hier und da ihren Müll illegal an den Waldrändern entsorgen. Des weiteren gibt es sicherlich auch nur viele andere Themen, die heute Abend zur Debatte stehen könnten. Wir sind jedenfalls gespannt und hoffen auf viele Stammtischgäste.

wissenswert Bereits im Mittelalter bekannt
Hermannsdorf hat in Weißwasser eine lange Geschichte. Bereits im Mittelalter wurde der Ort erstmals schwarz auf weiß in einer Urkunde erwähnt. Heute existiert noch eine alte Karte, die mit dem Jahre 1902 dokumentiert ist. Hierauf sind die jeweiligen Flurkartenbezeichnungen zu finden. Wer heute etwas abseits des Stadtzentrums fährt, bekommt einen angenehmen Eindruck eines liebenswerten Stadtteiles von Weißwasser, der früher ein kleines unscheinbares Heidedörfchen war.