1846 folgte das Bergwerk „Providentia“ in Döbern und 1851 die Grube „Franz“ bei Klein Kölzig.

Erkundungen
Die Döberner Bergbaugesellschaft begann in der Region mit Erkundungsbohrungen, um die Braunkohlenlagerstätten näher feststellen zu können. Westlich der Straße Cottbus - Muskau würde in Döbern das erste Bergwerk, die Grube „Providentia“ eingerichtet, die aber erst 1864 diesen Namen erhielt. Sie hatte in ihrem Bestehen mehrere Besitzer. Die Kohle wurde je nach nach Lage der Kohlenflöze im Tief- und Tagebau abgebaut. Neben dem Bergwerk „Providentia“ wurde 1894 auch eine Brikettfabrik erbaut und in Betrieb genommen. 1923 betrug die jährliche Brikettproduktion bereits 25 320 Tonnen. Zu dem Abbaugebiet gehörte auch der Döberner Bruch. Er wurde ausgekohlt.

„GST-Teich“
Hier entstand nach dem Kohle abbau ein großer See, der später als „GST-Teich“ bezeichnet wurde. In diesem Bereich befindet sich auch das Quellgebiet der Malxe, wo die Malxe nach wie vor ihren Ursprung hat. Sie beginnt jetzt ihren Weg an einem kleinen massiven Wehr östlich des so genannten „GST-Teiches“ . 1872 wurde für die Entwässerung des Kohleabbaus ein Pumpwerk in Betrieb genommen. Während zu Beginn des Abtragens des Abraumes und der Kohleförderung der manuelle Betrieb dominierte, führte man 1917 den Baggerbetrieb für weitere Leistungssteigerungen ein. Der zunächst durchgeführte Kohleabbau westlich der heutigen Forster Straße (B 115) wurde auf die östliche Seite bis zur heutigen Verbindungsstraße Döbern - Groß Kölzig bis kurz vor dem Döberner Friedhof ausgedehnt. So begann 1928 die Förderung aus der Friedhofsmulde, von der dann 1929 die Mühlenmulde aufgeschlossen wurde. Aber die Kohleförderung dauerte nicht allzu lange, denn 1931 waren beide Mulden ausgekohlt. Der Braunkohleabbau auf der östlichen Seite wurde über eine Förderbrücke der Forster Straße zur Brikettfabrik und Ladebü hne befördert.

Konkurs im Jahre 1933
Im Jahre 1933 meldete die Providentia AG dann den Konkurs an und 1934 stellte man den Bergbaubetrieb gänzlich ein und begann anschließend mit den Abbrucharbeiten, wie den Abriss der Brikettfabrik und der Förderbrücke über die Straße. Viel ist von der einstigen Grube „Providentia“ im heutigen Grubenweg nicht mehr übrig geblieben. Nur noch vereinzelte Fundamentreste sind noch in der Natur anzutreffen. aber es entstand teilweise eine schöne Bergbau-Folgelandschaft durch die entstandenen Seen.