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Mini-Kicker auf Rekordjagd

An die 15 Helfer, hier Martin Paulik und Norbert Schulze, waren gestern am Turnerheim im Einsatz. Auch die Kleinfeldtore wurden verteilt.
An die 15 Helfer, hier Martin Paulik und Norbert Schulze, waren gestern am Turnerheim im Einsatz. Auch die Kleinfeldtore wurden verteilt. FOTO: J. Rehle
Weißwasser. Morgen ist der große Tag für mehr als 700 Fußball-Knirpse. Ab 9 Uhr nehmen die 40 Mannschaften aus Sachsen, Brandenburg, Polen und eine aus Hradek nad Nisou (Tschechien) das Turnerheim in Beschlag. Gabi Nitsche

So wie bei den Großen mit offizieller Begrüßung und Einmarsch. Um 10 Uhr werden die ersten Spiele in den acht Gruppen beim größten Kita-Fußball-Welpenturnier der Lausitz angepfiffen, bei dem es um den Pokal des Oberbürgermeisters geht. Nach 140 Spielen soll gegen 14.30 Uhr der Sieger feststehen. Zum Vergleich: Bei der Fußball-EM 2016 gab es 24 Teams und 51 Partien, bis Portugal Europameister war.

Cheforganisator Frank Konietzky hat mit seinen Helfern bis Freitag noch viele, viele Kleinigkeiten zu erledigen, damit dann alles reibungslos funktioniert. "Heute bauen wir das große Zelt auf, die Torwand kommt noch und, und, und." Aber der Weißwasseraner war gestern guter Dinge, kam er doch gerade vom Bürgermeister im polnischen Leknica. "Jetzt haben wir wieder 40 Mannschaften am Start, die Kita kommt mit einem Team." Nachdem Jelenia Goras drei Mannschaften kurzfristig absagten, musste er ganz schön kurbeln.

Mit diesem Turnier wollen die Veranstalter es ins Guinnessbuch der Rekorde schaffen. Denn so ein Kita-Fußball-Turnier habe es bis dato noch nirgends gegeben, ist Konietzky überzeugt. "Wir haben alles angemeldet, aber leider aus London noch keine Rückmeldung bekommen. Aber egal, der Rechtsanwalt ist vor Ort, die Öffentlichkeit auch. Dann liefern wir die Beweise auch so."

Doch nicht nur auf dem Platz gab und gibt es Arbeit ohne Ende. Frank Konietzky versteht es immer wieder bestens, seine Familie für die Sache zu begeistern. "Ich will die Stunden nicht zählen, die mein Vater für das Turnier schon auf Achse war." Außerdem mussten für die mehr als 700 Kinder Verpflegungsbeutel gepackt, Medaillen gebastelt werden. Auch das übernahmen der 82-jährige Vater von Frank Konietzky und dessen 83-jährige Frau.

Seit gestern stehen auch die Hinweis- und Verbotsschilder für das Parken am Freitag. Denn es wurde ein Parksystem ausgetüftelt, um Staus auf der B 156 vor dem Turnerheim zu vermeiden. Es besteht beidseitig striktes Halte- und Parkverbot zwischen Statt-Rand-Familienhaus und Braunsteichweg. Die Geschwindigkeit wird dort auf 30 km/h reduziert. Die Fläche gegenüber dem Turnerheim ist nur zum Aus- und Einsteigen. Die Polizei leitet die Kinder sicher über die Straße.

Pkw und Kleinbusse sollen den Parkplatz an der Waldeisenbahn nutzen. Von der Parkfläche an der B 156 dorthin ist ein neuer Verbindungsweg geschaffen worden. Ein Stellplatz für Pkw wird aus Richtung Bad Muskau links der B 156 angeboten. Busse, die Kita-Teams bringen, parken am Tierpark, und deren Fahrer werden zum Turnerheim gefahren. Zuschauer und Helfer sollten mit dem Rad kommen.

Übrigens geht es morgen nicht nur um Tore. Es gibt ein Rahmenprogramm mit Flizzy-Sportabzeichen-Angeboten, Streetsoccer-Anlage, Kinder-Quadfahren, Torwandschießen.