| 18:49 Uhr

Millionen-Investitionen für Pücklers Badepark

Großinvestition in Bad Muskau geplant
Großinvestition in Bad Muskau geplant FOTO: Benjamin Kramer (LR-COS-REM-116)
Bad Muskau. Für rund 2,5 Millionen Euro sollen Villen und Badehaus im Pücklerschen Landschaftsgarten in Bad Muskau saniert werden. Aber auch die Forschungen zu Hermann von Pückler-Muskau und den späteren Eigentümern des Schloss und Parks gehen weiter. dpa/rdh

Der Pückler-Park in Bad Muskau bleibt auch 2017 eine Baustelle. Wie Norbert Seibt vom Sächsischen Immobilien- und Baumanagement am Donnerstag mitteilte, werden im kommenden Jahr 2,5 Millionen Euro vorwiegend in Baumaßnahmen im Badepark investiert. Dort soll unter anderem die Villa Bellevue saniert werden. Nach der Notsicherung der Villa Pückler in diesem Jahr sollen sich auch dieser Bau fortgesetzt werden. Für das Haus ist eine Ausstellung über Pücklers Nil-Reise geplant. Trotzdem bleiben Park und Schloss weiter Besuchermagnet in der Region. Auch in diesem Jahr rechnet Stiftungsdirektor Cord Panning mit 330 000 Besucher.

Ein weiterer Schwerpunkt im Badepark im Südwesten des Pücklerschen Landschaftsgartens wird die Sanierung des Badehauses sein. Dort soll künftig die Waldeisenbahn ihre neue Endstation erhalten. Somit wird auch die historische Strecke wiederbelebt.

Der Badepark lockte Anfang des 19. Jahrhunderts reiche Kurgäste nach Bad Muskau. Die Besucher durften in herrschaftlichen Villen logieren und auf ein Wunder durch das eisenhaltige Wasser der Hermannsquelle hoffen. Von den einstigen herrschaftlichen Gebäuden ist in den vergangenen Jahrzehnten viel verloren gegangen. Nach der Generalüberholung bis 2018 sollen in der Villa Bellevue Wohnungen zur Vermietung errichtet werden.

Neben den Bauarbeiten plant die Pückler-Stiftung neue Ausstellungsprojekte. „Wir forschen derzeit unter anderem zum späteren Schloss-Eigentümer, Prinz Friedrich der Niederlande. Er hat als Teil der preußischen Königsfamilie den Hochadel nach Muskau geholt“, sagte der Direktor der Stiftung Fürst-Pückler-Park, Cord Panning.

In dieser Saison wird noch am 5. November die Sonderausstellung „Meisterhaft wie selten einer... - Die Gärten Peter Joseph Lennés zwischen Schlesien und Pommern“ eröffnet. Wie Lenné gehörte Hermann von Pückler-Muskau (1785-1871) zu den großen Landschaftsgestaltern des 19. Jahrhunderts. Den Muskauer Park errichtete von 1815 bis 1845.

Für Schloss und Park geht ein erfolgreiches Jahr zu Ende. „Besonders die Ausstellung in der Bundeskunsthalle in Bonn hat uns wie erhofft neue Besucher gebracht“, sagte Panning. Er rechnet in diesem Jahr mit mindestens 330 000 Besucher. An der Finanzierung des Pückler-Parks sind Bund und das Land Sachsen beteiligt. Der Stiftung steht jährlich ein Etat von vier Millionen Euro zur Verfügung.