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| 22:25 Uhr

Boxberg
Merzdorfer Stein soll besser erreichbar werden

Bislang ist die Erinnerungsstätte für die Merzdorfer Kirche nur Eingeweihten bekannt. Künftig soll das Ensemble besser erreichbar werden.
Bislang ist die Erinnerungsstätte für die Merzdorfer Kirche nur Eingeweihten bekannt. Künftig soll das Ensemble besser erreichbar werden. FOTO: Torsten Richter-Zippack
Boxberg. Für den abgebaggerten Ort gibt es zwei Gedenkstätten. Von Torsten Richter-Zippack

Die zentrale Gedenkstätte für die abgebaggerten Orte Merzdorf und Schöpsdorf befindet sich unweit des Surferstrandes am Bärwalder See. Nach Angaben des Boxberger Bürgermeisters Achim Junker soll dieses Ensemble mittelfristig über Gelder aus der Bergbausanierung medientechnisch erschlossen werden. Keinen Kilometer entfernt befindet sich ein zweiter Erinnerungsort für das in den Jahren 1979/1980 devastierte Merzdorf. Bereits im Juni 1990 hatte der ehemalige Einwohner Heinz Mickel dort anstelle der einstigen Kirche einen Gedenkstein aufstellen lassen. Hinzu gesellen sich ein Ortsplan, eine Ortseingangstafel sowie mehrere Linden und Lebensbäume.

Der Uhyster Ortsvorsteher Frank Knobloch wünscht sich, dass diese Stelle besser zugänglich gemacht wird. „Bislang wissen nur Eingeweihte davon“, sagt Knobloch. „Es wäre schön, wenn solch ein Ort der Allgemeinheit nicht vorenthalten würde.“ Tatsächlich ist der Merzdorfer Kirchenstein von der Zufahrt zum See beziehungsweise vom dortigen Ufer nicht erreichbar. Bislang führt lediglich ein unbeschilderter Weg vom Abzweig Bärwalde an der B 156 zur Erinnerungsstätte.

Frank Knobloch hat zu Merzdorf eine besondere Verbindung: „Ich bin dort von 1969 bis 1973 in den Kindergarten gegangen.“