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Tod und Sterben
Menschen ein bisschen Zeit schenken

Koordinatorin Manuela Noack ist Ansprechpartnerin in Weißwasser.
Koordinatorin Manuela Noack ist Ansprechpartnerin in Weißwasser. FOTO: rw
Weißwasser. (rw) Tod und Sterben sind in vielen Familien ein Tabu. Fast bis zum Schluss wird das Thema ausgeklammert.

Das will der Ambulante Hospiz- und Palliativberatungsdienst der Diakonissenanstalt Emmaus ändern und er will noch mehr. Seit fast 18 Jahren im Gebiet des ehemaligen NOL aktiv, begleitet er Schwerstkranke, Sterbende und ihre Angehörige. "Weißwasser ist für uns noch ein weißer Fleck auf der Landkarte", sagt Koordinatorin Manuela Noack. Es heißt, es mangelt an denen, die für eine Begleitung in den letzten Wochen und Tagen bereitstehen. Ehrenamtliche sollen gefunden werden, um diese Lücke zu füllen. "Sie werden qualifiziert und von uns fachlich begleitet", erklärt Manuela Noack.

Ein entsprechender Grundkurs startet am 13. Oktober um 16 Uhr. Er umfasst vier Schulungstage sowie ein Praktikum nach Absprache. Diese finden im Gemeindehaus in der Kirchstraße 2 statt. Als Referenten treten Mitarbeiter des Hospizdienstes auf, die sich mit diesem Thema schon länger beschäftigten und die ihre Erfahrungen an die Helfer weitergeben können. Wer mitmachen will, sollte mindestens 18 Jahre alt sein. "Ausbildung oder Konfession - das spielt alles keine Rolle", weiß Manuela Noack. Die Helfer, die sie schult, pflegen nicht, sondern sie sollen Zeit schenken, reden, vorlesen oder nur zuhören können. Das helfe dem Schwerkranken aber auch den Angehörigen in ihren schwierigen Situationen oft schon sehr weiter.

Wer an der Schulung teilnehmen will, kann sich noch bis 3. Oktober unter den E-Mails m.noack@emmaus-niesky.de; m.nedeo@emmaus-niesky.de oder b.kuras@emmaus-niesky.de anmelden.

Manuela Noack ist im Krankenhaus Weißwasser dienstags von 8.30 bis 13.30 Uhr, mittwochs von 8.30 bis 12.30 Uhr und donnerstags 13 bis 17 Uhr erreichbar.