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| 16:12 Uhr

Kommentar
Damit’s so bleibt, muss sich alles ändern

 Christian Köhler
Christian Köhler FOTO: LR / Sebastian Schubert
Weißwasser. Wer hat die beste Idee, die Struktur in Weißwasser so zu ändern, damit so viel wie möglich erhalten bleibt und Neues geschaffen werden kann? Von Christian Köhler

Eines vorab: Jeder, der sich als Stadt- oder Gemeinderat bewirbt, verdient Respekt – ganz gleich welcher Partei oder Wählergemeinschaft er oder sie angehört. Es ist einfach, vom Sofa aus zu schimpfen oder auf Facebook zu nörgeln. Sich mit richtiger Identität öffentlich zur Wahl zu stellen oder sich zu äußern, ist da schon schwieriger. Immerhin muss man das Echo vertragen, was eine Äußerung erzeugen kann.

Aber: Vor der Wahl wird so manche Tatsache, sagen wir, „gebogen“. Bei einigen Aussagen, die während des Wahlforums getätigt wurden, darf bezweifelt werden, ob sie nicht ein wenig zu eigenen Gunsten „gebogen“ wurden.

Was aber kann man als Wähler machen, um manchen Argumenten nicht auf den Leim zu gehen? Zwei Dinge sind entscheidend: Als Stadtrat hat man erstens nur Mitspracherecht bei Entscheidungen, die Weißwasser betreffen. Der Wähler sollte also hinhören, ob ein Argument tatsächlich die Stadt betrifft oder nicht doch die Bundes- oder Landespolitik. Zweitens: Damit alles so bleiben kann, wie es ist, muss sich etwas ändern. Jeder der behauptet, es könne alles so bleiben und gewissermaßen „problemlos“ Neues in Weißwasser geschaffen werden, „verbiegt Tatsachen“. Denn: Die Stadt hat akute Finanzprobleme. Das bleibt auch nach der Wahl so. Wer also zum Beispiel will, dass alle Einrichtungen in Weißwasser erhalten bleiben, muss in der jetzigen Struktur etwas ändern, sonst wird es nicht klappen. Und genau hier ist die entscheidende Frage zu stellen: Wer hat die beste Idee, die Struktur so zu ändern, damit so viel wie möglich erhalten bleibt und Neues geschaffen werden kann? Eine Antwort darauf gab es am Dienstagabend leider nicht.

christian.koehler@lr-online.de