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| 16:04 Uhr

Kolumne Wort zum Sonntag
Mit leichtem Gepäck

Diakon Johannes Swoboda, 
 Rothenburg / OL.
Diakon Johannes Swoboda, Rothenburg / OL. FOTO: Johannes Swoboda / privat
Anregungen zum Nachdenken über den Koffer für die Reise und das Gepäck auf dem Lebensweg. Von Diakon Johannes Swoboda

Es ist Sommer – Urlaubszeit – und ich bin gerade dabei meinen Koffer für die Reise zu packen. Der Stauraum ist begrenzt und so frage ich mich, was nehme ich mit, was brauche ich wirklich. Reichen die Kleidungsstücke, bin ich damit auch angemessen gekleidet, erfüllen sie ihre Funktion. Und am Ende des Urlaubs werde ich wieder feststellen, eigentlich hast du wieder viel zu viel mitgenommen – aber wer weiß schon vorher, was er später wirklich braucht. Was ich nicht vergessen darf, sind die Buchungsunterlagen, die Landkarte und der Reiseführer, Ausweise und Geld und die Telefonnummern für den Notfall. Alles gepackt? – dann kann es gut gerüstet losgehen.

Unser Leben ist auch eine Reise,  und der Weg ist dabei schon das Ziel. Welches notwendige Gepäck habe ich auf meiner Lebensreise mit dabei und was belastet mich dabei eher, weil es unnütz ist und einfach nur so mitgeschleppt wird? Was sind die Werte, die ich mithabe und an welchen Koordinaten richte ich meinen Lebensweg aus, dass mein Sein Sinn und Ziel findet? (Kann man das Lebensziel eigentlich verfehlen?) Vielleicht hilft ja eine gelegentliche Durchsicht des „Lebensgepäcks“, unnötiger Ballast kann dann beruhigt am Wegesrand abgestellt werden. Alles sortiert? – dann kann es gut gerüstet weitergehen.

Meinen Lebensweg gehe ich nicht allein. Menschen begegnen mir, fragen mich nach meinem Weg. Bin ich auskunfstfähig? Andere begleiten mich ein Stück auf dem Weg. Lasten lassen sich gemeinsam leichter tragen. Manche Lasten und Beschwernisse sind dann aber auch gemeinsam zu schwer. Gut dass da auf unseren Lebenswegen einer mitgeht – manchmal ganz unbemerkt –und tragen hilft. Einer, wegen dem wir unterwegs sind und der unser Reisebegleiter sein will. „Ja, ich will euch tragen bis zum Alter hin. Und ihr sollt einst sagen, dass ich gnädig bin.“ sagt Gott. (nach Jesaja 46, 3.4)