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| 17:36 Uhr

Kolumne Wort zum Sonntag
Hinaus ins Leben!

Diakon Johannes Swoboda, Rothenburg/OL.
Diakon Johannes Swoboda, Rothenburg/OL. FOTO: Johannes Swoboda / privat
Es gibt Tage, die wollen nicht so recht ins Laufen kommen. Mit Mühe quält man sich am Morgen aus dem Bett. Die kalte Dusche macht einen auch nicht wirklich munter. Es gibt Tage, da wächst einem die Arbeit über den Kopf und nichts will einem so richtig gelingen. Manche sprechen dann von Murphys Gesetz, dass alles, was schiefgehen kann, auch schiefgeht. Andere schieben es auf die Frühjahrsmüdigkeit und haben damit eine gute Ausrede für die empfundene Antriebslosigkeit. Und wir laufen weiter in den Hamsterrädern unseres Lebens und auf die Frage „Wie geht’s?“ antworten wir mit „Es geht schon.“ oder „Es muss.“

Es gibt Tage, die wollen nicht so recht ins Laufen kommen. Mit Mühe quält man sich am Morgen aus dem Bett. Die kalte Dusche macht einen auch nicht wirklich munter. Es gibt Tage, da wächst einem die Arbeit über den Kopf und nichts will einem so richtig gelingen. Manche sprechen dann von Murphys Gesetz, dass alles, was schief gehen kann, auch schief geht. Andere schieben es auf die Frühjahrsmüdigkeit und haben damit eine gute Ausrede für die empfundene Antriebslosigkeit. Und wir laufen weiter in den Hamsterrädern unseres Lebens und auf die Frage „Wie geht’s?“ antworten wir mit „Es geht schon.“ oder „Es muss.“

Schön, wenn es da im grauen Alltag Lichtblicke gibt, Momente der Freude und des Feierns, die ein wenig Farbe und Sonne ins Herz bringen. Das können Feste und Feiertage sein, von denen wir gleich drei im Mai haben: den Tag der Arbeit, Christi Himmelfahrt und das Pfingstfest. Da kann man ausspannen, mit Freunden und der Familie etwas unternehmen; den Alltagstrott einfach mal unterbrechen, damit das wirkliche Leben wieder zum Zuge kommt. Viele machen das so und das ist gut so.

Manchmal reicht schon ein Liedvers, um die trüben Gedanken zu verscheuchen. „Geh aus mein Herz und suche Freud“ ist so ein Lied, welches einen förmlich herausreißen will aus der so geliebten Alltagsdepression. Paul Gerhard dichtete dieses Lied 1653 nach dem betrüblichen Tod seiner Frau in der so schwierigen hoffnungslosen Zeit nach dem dreißigjährigen Krieg. Und doch schwingt da so viel Hoffnung, soviel Lebensmut.

Lass dich herausrufen und wende deinen selbstbemitleidenden Blick weg von dir. Schau hinaus und sieh in die Natur: wie aus verbrannter Erde wieder Leben wächst und sich die ganze Schöpfung wieder regt. Da ist das Leben und nicht in deinen trüben Gedanken. Lass die Hoffnung in dein Herz und lass die Seele schwingen und dann singst du das Lied von der lebendigen Schöpfung, die dein Alltagsgrau in lichte Farbe wandelt. ⇥Johannes Swoboda