ANZEIGE
ANZEIGE
ANZEIGE
| 17:36 Uhr

Kommentar
Es gibt noch mehr Wasser im Wein

Christian Köhler
Christian Köhler FOTO: LR / Sebastian Schubert
Etwas Wasser in den Wein hat der Agenturchef zwar eingeschenkt, aber nur am Rande hat er von der Demografie als eine Ursache für die Entwicklung des Arbeitsmarktes in Weißwasser gesprochen. Von Christian Köhler

Dabei könnte man auch sagen: Weil es weniger Einwohner gibt, sinkt die Arbeitslosigkeit. Man kann auch sagen, weil die, die noch hier sind, gezwungen sind, für kleines Geld in Leiharbeit und im Niedriglohnsektor zu arbeiten, weil es kaum Arbeitgeber mit Tariflohn gibt, sinkt die Arbeitslosigkeit; bleibt die Kaufkraft gering. Man könnte sagen, EU-Rentner, Umschüler, für den Markt „Aktivierte“, über 58-Jährige mit Hartz-IV-Bezug, kurzfristig Erkrankte oder die, die sich nicht bei der Agentur gemeldet haben, tauchen gar nicht in der Statistik auf. So rein ist dann der Wein schon nicht mehr.