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Mein Hermannsdorf, du liebe alte „Schachtel“

Hundert Jahre ist es nun her, dass der Flecken Hermannsdorf ins Dorf Weißwasser eingemeindet wurde. Wie der Chronist zu berichten weiß, passierte das in Form einer Annexion, denn die Hermannsdorfer wollten beileibe nicht mit fliegenden Fahnen unter die neue Adminis tration.

Gemeindevorsteher Traugott Krüger wählte nach der verlorenen „Übernahmeschlacht“ aus Gram sogar den Freitod (näheres auf Seite 15).
Nun denn, in hundert Jahren haben Generationen das akzeptiert und sich miteinander arrangiert. Diejenigen Familien, die seit Urzeiten hier wohnen, sehen im heutigen Stadtteil zwar eine alte „Schachtel“ - aber eine liebe und manchmal auch teure. Letzteres kann durch ein aktuelles Beispiel belegt werden: Mit dem Ausbau der Ro thenburger Straße vom Sandweg zur Bitumenpiste werden die Anwohner mehr oder weniger kräftig zur Kasse gebeten. Von wem? Von der Stadtverwaltung, die Geld braucht. Sie sitzt im Rathaus von Ur-Weißwasser.
Hermannsdorf wird auch das verkraften. Ich weiß das - als alter Hermannsdorfer.