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| 19:37 Uhr

Zurück in die Heimat?
Mehr Zuspruch erhofft

 Torsten Noack von SKM und Matthias Kreisel (r.) haben zahlreiche Stellenangebote beim Rückkehrertag dabei.
Torsten Noack von SKM und Matthias Kreisel (r.) haben zahlreiche Stellenangebote beim Rückkehrertag dabei. FOTO: Joachim Rehle
Weißwasser. Beim zweiten Rückkehrertag in Weißwasser halten 25 Firmen Offerten für Ausbildung und Jobs bereit. Von Regina Weiß

Im E-Werk der Stadtwerke Weißwasser ist es am Donnerstag schon recht kuschelig zugegangen. 25 Firmen aus der Region hatten Roll-Ups, Flyer und Stellenbeschreibungen ausgepackt, um sich potenziellen neuen Mitarbeitern zu präsentieren. Damit waren einige wenige Firmen mehr am Start als 2017 bei der Premiere für den Rückkehrertag.

Das Angebot reichte von der Lehrstelle bei der Wohnungsbaugesellschaft Weißwasser GmbH über den Buchhalter bei der Firma Stölzle Lausitz GmbH, den Ingenieur bei SKM Kringelsdorf oder den Mitarbeiter After Sales bei Kreisel GmbH & Co.KG Krauschwitz, Erzieher in der DRK-Kita Sonnenschein bis hin zum Altenpfleger beim Familienunternehmen Kunze in Weißwasser. „Es hätten sogar noch mehr Firmen sein können, aber hier ist ja auch der Platz begrenzt“, so Thorsten Rennhak, Wirtschaftsförderer im Rathaus.

So sehr die Firmen auch werben wollten, war die Nachfrage von potenziellen Rückkehern verhaltener als bei der Premiere im Jahr 2017, musste Christine Lehmann vom Projektteam von „Perspektive(n) Weißwasser“ zur Halbzeit am Donnerstag eingestehen.

Das wurde der RUNDSCHAU bei ihrem Rundgang von den teilnehmenden Firmen auch so bestätigt. Allerdings macht es nicht unbedingt die Masse. Sowohl Ausbilderin Kerstin Reinhold von Stölzle, als auch Torsten Noack, Business Unit Manager Generation and Power Grid, von der SKM GmbH sowie Matthias Kreisel, Personalreferent des gleichnamigen Maschinen- und Anlagenbauers aus Krauschwitz, berichteten gleichlautend darüber, bereits gute Kontakte an ihren Ständen gehabt zu haben. „Einige haben auch gleich ihre Bewerbungsunterlagen mitgebracht, berichtet Torsten Noack. Gleich mit vier unterschiedlichen Stellenangeboten konnte Kreisel aufwarten und entsprechende Interessenten auf sich aufmerksam machen. „Aus dem vergangenen Jahr konnten wir einen Bewerber einstellen. Deshalb sind wir auch diesmal wieder mit dabei“, begründet Matthias Kreisel die aktive Werbung um Rückkehrer. „Es geht doch darum, die Heimat zu stärken“, schickt er noch hinterher.

 Angela Janke aus Neuhausen sucht einen Job in Weißwasser und schaut sich beim Rückkehrertag um.
Angela Janke aus Neuhausen sucht einen Job in Weißwasser und schaut sich beim Rückkehrertag um. FOTO: Joachim Rehle

Für neue Geschäftsfelder wirbt auch Armin Hoffmann die Werbetrommel. Nicht nur bei seinem angestammten und bald 25 Jahre alten Betrieb – die Firma Europor – setzt er auf Nachwuchsgewinnung, sondern auch bei der Entwicklung am Bärwalder See. Der Sommer in der Strandbar Kombüse am Boxberger Ufer war gut. „Wir können mit Qualität bei den Gästen punkten“, so Hoffmann. Dieses Level will er auch bei seinen weiteren Investitionen als Maßstab nehmen: Schifffahrt und Seewirtschaft, die kommen sollen. Deshalb sucht er beispielsweise Schifffsführer und Restaurantmanager.

Der DRK Kreisverband hofft auf Interessenten im Bereich Pflege und Erzieher. Dort geht man mittlerweile neue Wege und bietet Quereinsteigern eine berufsbegleitende Ausbildung an. So können aus einem Tischler oder einer Kosmetikern dank der DRK-Kita Sonnenschein Erzieher werden.

Ob es auch einen dritten Rückkehrertag gibt? „Das müssen sicherlich die Firmen entscheiden, aber wir sind für alles offen“, so Weißwassers Oberbürgermeister Torsten Pötzsch (Klartext).