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| 13:14 Uhr

Aufgeschnappt
Mehr Lyrik und kein Strom

Helmut Fechner in seinem blühenden Dorado.
Helmut Fechner in seinem blühenden Dorado. FOTO: Heinz-Dieter Götteritz
Weißwasser. Mal ein Dorf kurz stromlos schalten - warum nicht? Von Regina Weiß

Mit Blick auf die erste Auktion, die im Muskauer Park stattfinden wird, erinnert sich Cornelia Wenzel, die stellvertretende Geschäftsführerin der Stiftung, an ihre eigenen Erfahrungen. Sie war für die Stiftung dabei, um eine Erstausgabe von Pücklers „Andeutungen über Landschaftsgärtnerei“ zu ersteigern. Mit ihren 12 000 DM, die sie damals dabei hatte, konnte sie gerade einmal die Hand heben und danach nur noch dem Bietergefecht zusehen. Andere hatten ein größeres finanzielles Polster.

 

Bad Muskau startet erneut beim Bund ins Rennen um Fördermittel. Der Stadtrat hat das jüngst einstimmig entschieden. Allerdings fehlt laut Bürgermeister Andreas Bänder (CDU) noch was Entscheidendes, bevor der Antrag in Berlin abgegeben werden kann. „Es muss noch ein klein bisschen mehr Lyrik rein“, so Bänder. Klar, wer schreibt, der bleibt. In dem Fall am Ball.

 

Dass die Abkürzung zum Netto-Markt in Bad Muskau wieder offen ist, freut vor allem die älteren Bürger an der Köbelner Straße. In ihrem Namen bedankt sich Frau Worreschke über die RUNDSCHAU bei denen, die daran ihren Anteil hatten. Der ursprüngliche Weg war durch den Beginn der Baumaßnahmen an der ehemaligen Grundschule – sie wird zum betreuten Wohnen umgebaut – nicht mehr nutzbar gewesen.

 

Als die Weißkeißeler jüngst beschlossen haben, die Feuerwehr mit einer Netz­ersatzanlage auszustatten – früher nannte man das Notstromaggregat – hatte Bürgermeister Andreas Lysk (parteilos) auch gleich eine Idee, wie denn die Einweihung der Neuanschaffung vonstatten gehen kann. „Da schalten wir dann mal kurz die Gemeinde stromlos“, sagte er lachend.

 

Schon die Einladungskarten, die die Stiftung Fürst-Pückler-Park Bad Muskau zu Ausstellungseröffnungen oder Präsentationen verschickt, sind echte Hingucker –kleine Kunstwerke eben. So sah auch die Karte wieder toll aus, die darauf aufmerksam machte, dass sich der Muskauer Park in London präsentiert. Brian Dix, der Vorsitzende des internationalen Beirates für die Parks in Bad Muskau/Leknica und Branitz, hatte die Idee dafür. Seinem Rat war man auch bei der Einladungskarte gefolgt. Laut Parkleiter Cord Panning hatte man allerdings die EU-Flagge von der Karte wieder verschwinden lassen. Der Brexit lässt grüßen ...

 

Auf amüsante Art und Weise unterhielt das Theater Giardino gioroso (Der verspielte Garten) die Besucher bei der Einweihung der Exedra-Bank im Muskauer Park. Karen Fries, Ulrike Stelzig-Schäfert, Susanne Richter und Morten Sand – sie kommen aus Berlin und Laasow – erzählten darüber, wie die Hortensie zu ihrem Namen kam. Die Theaterfans outeten sich gegenüber der RUNDSCHAU als absolute Fans des Muskauer Parks.

 

Dass die Lausitz-Rallye nicht nur ein besonderes Motorsportevent ist, sondern auch eine Werbeträger für unseren Landstrich, hat sich herumgesprochen. Doch die Zahlen verblüffen dann doch. Im Durchschnitt akkreditieren sich 70 bis 100 Medienleute für die Veranstaltung. Wolfgang Rasper als Organisations-Chef vom Rallye-Renn- und Wassersport-Club Lausitz (RRWC) kann stolz von sich behaupten, den Kontakt zu über 1000 Journalisten, Fotografen, TV-Stationen zu haben. In diesem Jahr wird das MDR vorbeikommen, um für Sport im Osten zu drehen und auch das norwegische Fernsehen ist zu Gast. Dessen Team will natürlich wissen, ob ihr Landsmann Anders Gröndal – der Titelverteidiger von 2017 – den Sack wieder zubinden kann. Übrigens Norwegen. Als Beiwerk von einer der letzten Rallyes lief ein 25-minütiger Film im norwegischen Fernsehen. „Das sind so unsere Nebeneffekte“, sagt Wolfgang Rasper ganz bescheiden.

 

Ohne sein Kino-Café, da musste sich der Rietschener Helmut Fechner ein Hobby suchen, um nicht einzurosten. Er erinnerte sich an seine Arbeit im Blumengeschäft in Weißwasser und startete mit einem Kleingarten. In der Kleingartensparte „Einigkeit“ in Rietschen ist er nun ein gefragter Mann. Denn immer wieder sind in den zurückliegenden Monaten Menschen mit Staunen an seinem Gartenzaun stehen geblieben. Und wer Helmut Fechner kennt, dann auch schnell mit ihm ins Gespräch gekommen. Frei nach der Ratgebersendung „Du und dein Garten“ entspann sich da so manches Fachgespräch. Helmut Fechner freut sich, wenn er sich so einbringen kann. Und es freut ihn noch mehr, wenn andere loben, er habe nun den schönsten Blumengarten in der Sparte. Da sind die Ziele für die nächste Saison hoch gesteckt. (rw)