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| 02:56 Uhr

Maximilian Simon wird deutscher Meister

Ansatz zum entscheidenden Wurf von Maximilian Simon (hinten).
Ansatz zum entscheidenden Wurf von Maximilian Simon (hinten). FOTO: Guido Paulig
Einmal deutscher Meister werden, so lautet seit Jahren das sportliche Ziel des 13-jährigen Maximilian Simon. Der junge Ringer des SV Grün-Weiß Weißwasser zählt zur mitteldeutschen Spitze. Jetzt hat es geklappt. Guido Paulig

Meisterschaft. Gemeinsam mit Marius Megier vertrat Maximilian Simon die Lausitzer Farben bei den deutschen Meisterschaften der B-Jugend im klassischen Stil in Bingen. Gemeinsam mit ihren Trainern am Olympiastützpunkt in Frankfurt (Oder) bereiteten sie sich seit Wochen auf diesen Wettkampf vor. Dabei mussten sie auch zahlreiche Entbehrungen in Kauf nehmen, um optimal in das Turnier gehen zu können.

Nach der Anreise standen für beide das Wiegen samt Auslosung sowie die erste Runde auf dem Programm. Dabei traf Maximilian in der Gewichtsklasse bis 38 Kilogramm auf den Wittener Robert Wöhl. Mit diesem Gegner hatte er wenig Mühe und konnte ihn vorzeitig besiegen. Etwas mehr Mühe hatte Marius (46 Kilogramm) mit dem Münchener Mohammad Schwäbisch. Auch er konnte seinen Kampf gewinnen.

Am folgenden Tag hatte es die Losfee nicht gut mit Marius gemeint. Er traf in seinen beiden Kämpfen auf den amtierenden mitteldeutschen Meister Leon Racz aus Chemnitz sowie auf den Titelverteidiger Marc Fischer aus Lahr. Gegen beide späteren Medaillengewinner hielt er gut mit, musste sich aber letztendlich doch knapp geschlagen geben.

Somit konnte der Lausitzer mit einem sehr guten 11. Platz den Wettkampf beenden. Da er auch im nächsten Jahr noch einmal in dieser Altersklasse an den Start gehen kann, liegt dort für ihn die große Chance auf eine Medaille.

Besser lief es dagegen bei Maximilian. Er traf zunächst auf die beiden Sachsen Moritz Lehnert (Chemnitz) und Nick Löffler aus Thalheim. Als momentane Nummer eins des Freistaats besiegte er beide vorzeitig durch technische Überlegenheit. Das gleiche Schicksal ereilte anschließend den Stuttgarter Alexej Nagorny. Im entscheidenden Kampf um den Finaleinzug traf Simon auf den Saarländer Steven Ecker. Da sich beide aus vorherigen Duellen gut kannten, entwickelte sich ein harter Kampf.

Mit seinem cleveren Kampfstil konnte sich Maximilian eine knappe Führung erarbeiten und diese auch verteidigen. Völlig überwältigt sank er nach Ablauf der vier Minuten auf die Matte. Nun galt es, Ruhe zu bewahren und sich auf den Endkampf vorzubereiten. Kontrahent sollte dabei Anton Schwarzkopf vom ASV Urloffen aus Südbaden sein.

Bei einer ständig wechselnden Führung lag der Badener bis 15 Sekunden vor Ende noch in Führung. Mit einem Wurf ließ Maximilian seinen Gegner durch die Luft fliegen, holte die entscheidenden Punkte und verteidigte diesen Vorsprung bis zum Abpfiff. Völlig haltlos sprang der junge Weißwasseraner Mattenfloh nach Verkündung seines Sieges in die Arme seiner Mutter.

Mehr noch: Völlig überraschend gewann das Team des Ringerverbandes Sachsen mit jeweils zwei Gold-, Silber- und Bronzemedaillen den 3. Platz in der Länderwertung.