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| 21:37 Uhr

Mittelpunkt für Gemeindekirchenrat
Marodes Dach - Gablenzer Kirche braucht Hilfe

Den Gemeindekirchenrat mit seinem Vorsitzenden Rudi Krahl bereitet das marode Dach der Gablenzer Trinitatiskirche große Sorgen. Es muss umgehend saniert werden. Dafür werden dringend Spenden gesucht.
Den Gemeindekirchenrat mit seinem Vorsitzenden Rudi Krahl bereitet das marode Dach der Gablenzer Trinitatiskirche große Sorgen. Es muss umgehend saniert werden. Dafür werden dringend Spenden gesucht. FOTO: Ingolf Tschätsch
Gablenz. Die Umbau- und Sanierungsarbeiten am Pfarrhaus gehen jedoch schon auf die Zielgerade: 14 behindertengerechte Wohnungen geplant. Von Ingolf Tschätsch

Am Pfarrhaus in Gablenz ist in den letzten Tagen und Wochen mit Hochdruck gearbeitet worden. Die Krauschwitzer Firma von Roland Zinke hat im Außenbereich Wege angelegt und Zugänge zum Gebäude geschaffen - alles behindertengerecht. Auch die Begrünung der Anlagen ist mittlerweile erledigt worden. Wie Rudi Krahl, der Vorsitzende des Gemeindekirchenrates, gegenüber der RUNDSCHAU bestätigt, befinden sich Umbau und Sanierung des Gablenzer Pfarrhauses kurz vor dem Abschluss. Das Projekt, das im Frühsommer vorigen Jahres begann, hat somit die Zielgerade erreicht. Der 68-Jährige, der unmittelbar neben dem Pfarrhaus wohnt, kann tagtäglich miterleben, was sich auf dem Areal tut.

„Zum 1. September sollen die Innen- und Außenarbeiten am Pfarrhaus im wesentlichen abgeschlossen sein“, so gibt Krahl die Planungen des Eigentümers der Immobilie, des Diakonischen Werkes Martinshof Rothenburg, wieder. Die Bauarbeiter werden jetzt das alte Nebengebäude - bisher als Garage und Abstellraum genutzt - abreißen. Dort soll eine Parkfläche entstehen. Außerdem ist der grüne Anbau rechterhand des Hauses in Angriff genommen worden. Das wären dann aber die wirklich letzten noch zu erbringenden Bauleistungen, bevor es an die Innenausstattung, insbesondere die Bestuhlung, gehe, berichtet der Vorsitzende des Gemeindekirchenrates.

Nach Umbau und Sanierung wird das Pfarrhaus auch weiterhin der Mittelpunkt für den Gemeindekirchenrat bleiben. Im großen Versammlungsraum können wie bisher Versammlungen, Zusammenkünfte und Veranstaltungen stattfinden. Auch das Büro und die Winterkirche wird es dort weiter geben. Neu ist, dass die Diakonie-Sozialstation Krauschwitz einziehen soll. Die gravierendste Veränderung jedoch ist, dass im Gebäude zwei alters- und somit behindertengerechte Wohnungen entstanden sind.

Der Martinshof Rothenburg als neuer Eigentümer hatte für dieses Projekt anfangs das Motto „Leben und Wohnen im Pfarrhaus“ herausgegeben. Da war jedoch noch die Rede von sechs zu schaffenden Wohnungen. Dann jedoch musste umdisponiert werden, weil durch die Auflagen des Denkmalschutzes Mehrkosten von über 100 000 Euro entstanden wären. Es wurde alles noch einmal auf den Prüfstand gestellt.

Die Lösung bestand darin, den hinteren Teil des Grundstückes - den Pfarrgarten - in das Projekt mit einzubeziehen. Dort wurde der Bau von zwei Flachbauten mit jeweils sechs altersgerechten Wohnungen avisiert. Damit erhielt das Projekt einen neuen Charakter. Das abgewandelte Konzept hieß fortan „Begleitetes Wohnen am Pfarrhaus Gablenz“. Damit stehen künftig insgesamt 14 Wohnungen für Senioren auf dem Kirchenareal zur Verfügung.

Für diesen zweiten Teil des Projektes wird es nun ernst. Dazu Rudi Krahl: „Spätestens ab Anfang September soll mit dem Bau der beiden Gebäude mit den jeweils sechs Wohnungen begonnen werden.“ Damit könnte das Gesamtvorhaben im zeitigen Frühjahr 2019 sein glückliches Ende finden.

Gute Nachrichten für Gablenz, das damit einen neuen, attraktiven Blickfang erhält, und ältere Bürger, die ein neues Zuhause suchen - gut umsorgt und betreut.

Doch Freud und Leid liegen oftmals dicht beieinander. So plagen den Gemeindekirchenrat große Sorgen wegen des Gotteshauses. „Das Dach unserer Kirche ist ziemlich marode. Von der Turmhaube lösen sich vor allem durch Witterungseinflüsse, besonders im Winter, Dachsteine. Auch im Innern gibt es auf der Wetterseite Schäden. Außerdem wurde durch ein Holzgutachten festgestellt, dass die Auflagen für den Dachstuhl nicht richtig verlegt worden sind“, erläutert Rudi Krahl das seit Jahren bekannte Problem.

Eine Sanierung sei mittlerweile unumgänglich, zumal das Gotteshaus bereits 1759 feierlich geweiht wurde, also 259 Jahre auf dem Buckel hat.

Doch für ein so großes Projekt fehlt das Geld. So wurde beim großen Festumzug anlässlich 750 Jahre Gablenz im Juni zu einer großen Spendenaktion aufgerufen.

Rudi Krahl und seine Leute vom Kirchenrat würden sich jedenfalls sehnlichst wünschen, bald eine ähnlich gute Nachricht wie jetzt vom Pfarrhaus auch vom Gablenzer Kirchendach verkünden zu können.