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| 14:28 Uhr

Manöver in der Oberlausitz
Frau bei Unfall mit Bundeswehrkolonne schwer verletzt

 Am Ende des Konvois kam es nach dem Unfall am Montagnachmittag zum Stau.
Am Ende des Konvois kam es nach dem Unfall am Montagnachmittag zum Stau. FOTO: LR / Bodo Baumert
Krauschwitz. Im Rahmen des Bundeswehrmanövers in der Oberlausitz ist es am Montagnachmittag zu einem schweren Unfall bei Krauschwitz gekommen. Eine Frau wurde dabei verletzt. Von Bodo Baumert

Rund 20 Kolonnen der Bundeswehr haben in den vergangenen Tagen die Lausitz durchquert. Ihr Ziel: der Truppenübungsplatz Oberlausitz, der zum Zentrum eines bundesweiten Militärmanövers auserkoren worden war. Bei einem der letzten Transport-Konvois kam es dann am Montagnachmittag zu einem folgenschweren Unfall.

Militärkonvoi darf auch bei Rot weiterfahren

Wie die Polizei berichtet, ereignete sich dieser kurz nach 14 Uhr an der Kreuzung der B115 und B156. „Ein aus 19 Fahrzeugen bestehender Nato-Militärkonvoi war soeben im Begriff, die Kreuzung zu überqueren“, berichtet Polizeisprecher. Philipp Marko. Während der Überfahrt des Verbandes wechselte die Ampel auf Rot. Da aber noch nicht alle Fahrzeuge die Kreuzung überquert hatten, setzte der Konvoi seine Fahrt regelkorrekt fort.

Eine Autofahrerin (55) erreichte derweil die Kreuzung aus Richtung Bad Muskau kommend. Ihre Ampel wechselte auf Grün. „Ohne auf die noch fahrenden Militärfahrzeuge zu achten, versuchte die Frau daher, ihre Fahrt geradeaus fortzusetzen“, so Marko. Es kam zur Kollision mit einem der Militär-Laster, bei der die 55-Jährige schwer verletzt wurde.

Bundeswehrsoldaten helfen verletzter Frau bei Krauschwitz

Bundeswehrkräfte sorgten für die Erstversorgung. „Rettungskräfte nahmen sie kurz darauf in ihre Obhut und brachten sie in ein Krankenhaus“, berichtet Polizeisprecher Marko weiter.

Der Sachschaden wird auf rund 12 000 Euro geschätzt.

Die Polizei macht aus gegebenem Anlass noch einmal auf die Straßenverkehrsordnung aufmerksam. „Diese sieht vor, dass geschlossene Fahrzeugverbände, die als solche zu erkennen sind, grundsätzlich wie ein einzelnes Fahrzeug zu behandeln sind. Das heißt, erst wenn alle Fahrzeuge des Verbandes die Kreuzung passiert haben, dürfen die wartenden Verkehrsteilnehmer ihre Fahrt fortsetzen“, so Marko.

Militärkonvois bereiten Autofahrern Probleme

Dass Militärkonvois vielen Autofahren Probleme bereiten, haben auch die Feldjäger der Bundeswehr in den vergangenen Tagen beobachtet. Viele Autofahrer seien unsicher, würden nicht wissen, wie sie sich korrekt zu verhalten haben, bestätigt Hauptmann Sebastian Sänger, der die Militärkonvois von Seiten der Feldjäger mitorganisiert hat. So werde etwa überholt und zwischen den Militärfahrzeugen eingeschert.

Bis zum folgenschweren Crash bei Krauschwitz hat es laut Angaben der Bundeswehr nur zwei Unfälle während der Militärtransporte durch die Lausitz gegeben. An beiden waren allerdings keine Militärfahrzeuge beteiligt gewesen. Feldjäger griffen lediglich als Ersthelfer ein. Konvois wurden aufgrund der Unfälle zudem gestoppt beziehungsweise umgeleitet.

Die Konvois sind Teil der Nato-Übung Noble Jump, die seit dem 26. Mai in der Oberlausitz durchgeführt wird.