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Mann sticht auf blinde Freundin ein – Anklage

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Görlitz. Fünf Monate nach einer Bluttat in Niesky hat die Staatsanwaltschaft nun Anklage erhoben. Der Angeschuldigten soll seiner sehbehinderten Freundin schwere Schnittverletzungen zugefügt haben. bob

Wie die Staatsanwaltschaft Görlitz am Donnerstag mitteilte, ist das Ermittlungsverfahren gegen den 44 Jahre alten Mann aus Niesky abgeschlossen. Vor dem Landgericht Görlitz wird Anklage wegen gefährlicher Körperverletzung erhoben.

Laut Staatsanwaltschaft soll der Angeklagte in der Nacht zum 25. Januar in Niesky in seiner Wohnung aus Verärgerung auf seine sehbehinderte Lebensgefährtin mit einem Messer mindestens viermal eingestochen haben. Dabei hat die Frau erhebliche Schnittwunden am linken Unterarm mit Durchtrennung der Muskulatur, an der Knieaußenseite links, am Hals und im Bereich des Brustkorbs davongetragen.

"Ihm wird daher vorgeworfen, die Körperverletzung auf hinterlistige Art und Weise begangen zu haben. Es liegt daher eine gefährliche Körperverletzung vor", so Till Neumann von der Staatsanwaltschaft in Görlitz. Dem Angeschuldigten drohe eine Freiheitsstrafe von sechs Monaten bis zu zehn Jahren.