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Mann beleidigt Zugbegleiterin und landet hinter Gittern

Görlitz. (red/dh) Eine Auseinandersetzung mit einer Kundenbetreuerin über einen nicht vorhandenen Fahrschein für einen Hund endete für einen Mann im Gefängnis. Was war geschehen? Laut Bundespolizei entbrannte am Mittwochnachmittag in einem trilex-Zug während der Fahrt von Löbau nach Görlitz ein Streit über einen nicht gelösten Fahrschein für einen Hund zwischen dessen Halterin und der trilex-Mitarbeiterin.

Der Begleiter der Frau beleidigte die Zugbegleiterin. Die darüber informierte Inspektion Ludwigsdorf übernahm den Fall und schickte eine Streife zum Görlitzer Bahnhof.

Tatsächlich sind gemäß den gültigen Beförderungs- und Tarifbestimmungen der Länderbahn für die Mitnahme großer Hunde entsprechende Fahrscheine erforderlich. Insofern wurde die Tierhalterin, eine 27-jährige Frau, von den Beamten mit dem Vorwurf des Erschleichens von Leistungen konfrontiert und später angezeigt.

Daraufhin protestierte der Begleiter der 27-Jährigen und beleidigte die Zugbegleiterin abermals. Als die Identität des Mannes überprüft werden sollte, verweigerte er zunächst Personalien und Ausweis. Anschließend widersetzte er sich der Mitnahme zur Dienststelle und leistete Widerstand. Erst mit angelegter Handfessel gelang der Transport zum Bundespolizeirevier Görlitz.

Im Zuge der weiteren Ermittlungen wurde die Streife auf einen von der Staatsanwaltschaft Görlitz im Februar 2014 ausgestellten Vollstreckungshaftbefehl gegen den 23-Jährigen aufmerksam. Der war ausgestellt worden, weil dieser eine vom Amtsgericht Görlitz wegen Diebstahls angeordnete Geldstrafe von 350 Euro nicht beglichen hatte. Der Verurteilte konnte auch im Revier den Betrag nicht aufbringen und wurde deshalb in die Justizvollzugsanstalt der Neißestadt gebracht. Ihn erwartet nun ferner ein Ermittlungsverfahren wegen des Verdachts der Beleidigung und wegen Verdachts des Widerstandes gegen Vollstreckungsbeamte, informiert die Bundespolizei.