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| 11:49 Uhr

Pflanzaktion
Ein Zeichen der Verbundenheit

Chefgärtnerin Simone Dietrich, Geschäftsführer Klaus Tschöke (r.) und Tagebauleiter Lutz Mickel (2.v.l.) sehen zu, ob Wolfgang Engels,  Wilhelm Stock und Klaus Becker von RWE das mit dem Angießen richtig machen.
Chefgärtnerin Simone Dietrich, Geschäftsführer Klaus Tschöke (r.) und Tagebauleiter Lutz Mickel (2.v.l.) sehen zu, ob Wolfgang Engels, Wilhelm Stock und Klaus Becker von RWE das mit dem Angießen richtig machen. FOTO: Arlt Martina
Nochten. Die Mammutbaum-Setzlinge für Nochten stammen von der Hambacher Sophienhöhe in Nordrhein-Westfalen. Von Martina Arlt

Vier Mammutbäume bereichern jetzt den Lausitzer Findlingspark in Nochten, ein Kleinod der Bergbaufolgelandschaft. Denn am Samstag waren Wilhelm Stock, Wolfgang Engels und Klaus Becker, aktive Berglaute der RWE Power AG, aus einem ganz besonderen Grund in der Lausitz zu Gast. „Wir waren im Frühjahr als Berglaute des Rings Deutscher Bergbauingenieure aus dem Tagebau Hambach im Rheinischen Revier hier im Findlingspark Nochten. Die Idee dieses Parks und die herrliche Umsetzung haben uns begeistert und zu Fans dieses Findlingsparks gemacht“, erzählt Wilhelm Stock. Spontan sei Wolfgang Engels auf die Idee gekommen, doch Mammutbäume aus dem heimischen Revier, konkret von der dort wunderbar rekultivierten Sophienhöhe, mitzunehmen und im Findlingspark zu pflanzen. Die Bäumchen für Nochten sind Nachkommen, der seit ungefähr 30 Jahren im Mammutwald wachsenden Bäume. Sie bilden dort einen kleinen Urwald nach, der an den Bewuchs von vor zehn bis 20 Millionen Jahren erinnern soll.

In feierlicher Form wurden nun am Samstag unter Anwesenheit von Klaus Tschöke als Geschäftsführer des Findlingsparks und Leag-Tagebauleiter Lutz Mickel vier Setzlinge aus dem RWE-Wald in Europas größtem Steingarten gesetzt, wo sie zwischen den 7000 Findlingen sicherlich gut zur Geltung kommen werden. Chefgärtnerin Simone Dietrich bereitete mit ihrem Mitarbeiterteam diese Pflanzaktion vor. So wurden die Mammutbäume symbolisch von den RWE-Vertretern angegossen. Klaus Tschöke freute sich natürlich sehr über diese Geste der Verbundenheit und sagte lächelnd: „Als Baumpaten muss man ja auch jährlich einmal vorbeischauen und vielleicht einmal düngen.“

Fachfrau Simone Dietrich weiß natürlich genau, welche Bedingungen Mammutbäume bevorzugen. „Die Setzlinge, die wir heute im Bereich zwischen Waldsee und Steppenbereich pflanzen, sind jetzt circa ein Meter hoch. Diese Bäume bevorzugen gut durchlässigen Boden, Feuchtigkeit, aber keine Staunässe. Sie können bis zu 95 Meter hoch werden. Zuerst bildet sich der Stamm, das ist ein Rotholzstamm“, sagt Simone Dietrich. Die neuen Bäume gehören zur Familie der Zypressengewächse. Sie sind winterhart und werden einmal wöchentlich gegossen.

Apropos gießen: Wenn Simone Dietrich einen Wunsch frei hat, dann möchte sie nicht unbedingt noch einen Sommer mit langer Hitzeperiode und Dürre erleben: „Es war schon eine logistische Aufgabe. Es drehte sich alles nur noch ums Wasser. Es war ein Gießmarathon. Wir sind ein siebenköpfiges gärtnerisches gut eingespieltes Team, zum Glück.“

Mit der Aktion am Samstag sind im Großen und Ganzen die Pflanzungen auf dem 20 Hektar großen Areal in Nochten abgeschlossen. „Doch Bankpaten oder auch Privatpersonen, die sich in irgend einer Form in unseren Park einbringen möchten, sind jederzeit willkommen“, so Geschäftsführer Klaus Tschöke.

Für 2018 werden bis zur jetzigen Zeit 52 000 Besucher verzeichnet. Das sind weniger als 2017. „Wir sind aber froh, dass wir trotz Dürre diese Zahl erreicht haben. Der schöne Oktober hat uns dabei noch etwas gerettet. So eine große Hitze ist natürlich für unseren Park nicht gut, da man sich dann lieber am Wasser erholt“, sagt Klaus Tschöke gegenüber der RUNDSCHAU.