Der Titel ist Programm. Die neueste Ausstellung vom Weißwasseraner Maler Horst Jurtz heißt: Man muss Spuren hinterlassen - nicht nur Staub. Seine Spuren hinterlässt er mit Pinsel und Farbe.
Die neuesten Werke sind noch bis zum 10. April in der Annenkapelle in Görlitz zu sehen. Täglich außer montags und freitags von 14 bis 17 Uhr ist sie geöffnet. Der Eintritt ist frei. Veranstalter ist der Oberlausitzer Kunstverein, dem Jurtz seit vielen Jahren verbunden ist.

Jeden Tag geht der Maler in sein Atelier in Weißwasser

„80 Prozent der Werke sind neu“, sagt der Maler, den es auch mit fast 88 Jahren noch jeden Tag in sein Atelier zieht. „Wer weiß, wie lange ich noch mache“, kokettiert er mit seinem Alter. Um sich im fast gleichen Atemzug darüber zu freuen, wieder auf den Beinen zu sein. Denn zwischenzeitlich ging es ihm gar nicht gut.
Neue Ausstellung Malen als Lebenselixier

Weißwasser

Mit wachen Augen verfolgt er die Welt, die Nachrichten, die ihn aus dem Fernsehen erreichen. Das alles treibe ihn um und in sein Atelier. Jeden Tag arbeitet er dort. Grafik und Ölgemälde ist das Metier, wo er seine Gedanken in Kunst verwandelt. „Der Kopf ist nach wie vor voll“, so Horst Jurtz.

Mit fast 88 Jahren Werbung auf der Facebook-Seite

Dabei sind seine Werke manchmal schwer verdauliche Kost. Es ist keine Ausstellung zum Vorbeirennen, weiß der Maler. Vielmehr zum Stehenbleiben und Gedanken machen. Klar, dass auch das Thema der letzten Jahre nicht fehlen darf: Auch der Coronavirus hat es aufs Bild geschafft.
„Ohne Malerei kann ich nicht leben“, betont er. Und so ist nach der Ausstellung, vor der Ausstellung. So ist er angefragt worden, im Sorbischen Kulturzentrum Schleife auszustellen. Übrigens lässt er seine Fans am Werden seiner Bilder teilhaben. Horst Jurtz zeigt das Werden seiner Kunst auf seiner Facebook-Seite.