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| 02:58 Uhr

Lutkis setzen noch mehr auf Bewegung

Gerade an diesen Tagen haben die Kinder der Kita eine Menge Spaß im Freien, so auch die "Koniki"-Gruppe (sorbisch: Pferdchen).
Gerade an diesen Tagen haben die Kinder der Kita eine Menge Spaß im Freien, so auch die "Koniki"-Gruppe (sorbisch: Pferdchen). FOTO: J.Rehle/jor1
Trebendorf. Die Trebendorfer Kita Lutki macht 2014 beim Projekt "Bewegte Kita – Partner für die Sicherheit" mit. 18 Kitas aus Sachsen sind am Start. Die Trebendorfer vertreten als einzige die Farben des Landkreises. Regina Weiß

Mädchen und Jungen sitzen meistens nicht still, bewegen sich viel, wenn sie rennen, toben, klettern, spielen. Doch es gibt nichts, was man noch besser machen könnte. Genau dieser Ansatz hat das Kita-Team um Leiterin Silvia Krämer zum Projekt "Bewegte Kita - Partner für Sicherheit" geführt. Dieses gibt es seit 2008 in Sachsen. Mit im Boot als Förderer sitzen die Unfallkasse Sachsen, der Landesportbund und die sportwissenschaftliche Fakultät des Universität Leipzig. In diesem Jahr sind 18 Kitas dabei, eine davon ist die Trebendorfer, wie Kita-Leiterin Silvia Krämer am Mittwochabend stolz den Gemeinderäten berichten kann. Für die ganzheitliche Entwicklung sei es wichtig, dass Kinder Bewegung haben. "Denn über Bewegung lernen Kinder", erklärt Silvia Krämer. Dafür hat die Kita bereits optimale Bedingungen. Sie hat ein großes Außengelände, Sportplatz und Haus der Vereine liegen nur einen Steinwurf entfernt. Gemeinsam mit den Partnern sollen Rezepte gefunden werden, wie man die Entwicklung der Kinder noch mehr fördern kann. Dabei kündigt Silvia Krämer an, werden auch Eltern, Großeltern, der Träger, das gesamte Gemeinwesen in das Projekt mit einbezogen.

"Wenn wir die Kriterien erfüllen, wartet am Ende des Jahres ein Zertifikat auf uns", so Silvia Krämer. Dazu gehört, dass die Kita auf Fortbildung setzt. Diese wurde schon begonnen. Sportlich werde es beim Kinderfest zugehen, außerdem soll jedes Kind das Sportabzeichen Flitzi ablegen. Für die pädagogische Arbeit selbst haben sich die Trebendorfer zwei Sachen selbst als Programm aufgestellt. So soll noch besser dokumentiert werden, wie sich die Kinder durch Bewegung entwickeln. Zudem wollen die Trebendorfer wieder zurück zur Natur. Und das meint Silvia Krämer ganz im wörtlichen Sinne. "Als wir in unserer alten Kita waren, waren die Kinder zwei bis dreimal die Woche im Wald, haben dort mit Naturmaterialien gespielt." Das Waldstück war nicht weit weg. Jetzt hat man deshalb einen Wunsch: ein Stück Wald für die Kinder. "Wo die Kinder auch mal Buden bauen können und es keinen stört, wenn sie stehen bleiben", erklärt Silvia Krämer. Bürgermeisterin Kerstin Antonius (WG Trebendorf) weiß von dem Wunsch und hält bereits Ausschau nach Flächen. Es gibt wohl einige. Gespräche mit den Besitzern müssen nun folgen. Denn die Bürgermeisterin findet das, was das Kita-Team, da angeschoben hat, für "eine ganz tolle Sache". Noch dazu, wo das Ganze nicht nur 2014 Wirkung zeigen soll. "Es soll nachhaltig sein", so Silvia Krämer.

Zum Thema:
Bewegung ist für Kinder nicht nur ein Grundbedürfnis, wie Essen oder Schlaf, sondern auch unverzichtbar für ihre motorische, kognitive, soziale und emotionale Entwicklung. Zudem verbessert sie die Bildungschancen bereits im Frühstadium, denn Bildung braucht Bewegung. Deshalb ist das Thema im sächsischen Bildungsplan verankert. Um den Pädagogen Wege aufzeigen, wie diese Prozesse begleitet, unterstützt und angeregt werden können, wurde 2008 das Projekt "Bewegte und sichere Kita" ins Leben gerufen, heißt es bei der Unfallkasse Sachsen.Anfang des Monats besuchten 72 Mädchen und Jungen die Lutki-Kita. 16 Kinder werden im Krippen-, 37 im Kita- und 19 im Hortbereich betreut. Für das neue Kita-Jahr liegen sechs Anmeldungen vor, so Silvia Krämer.