Juristische BelangeKlittens Ortsvorsteher Eduard Luhmann (FDP) bedauert, dass die Deutsche Bahn Projektbau GmbH in ihrem Antwortschreiben zu wenig auf die konkreten Wünsche aus dem Klittener Zehn-Punkte-Katalog eingeht. "Sie berufen sich auf juristische Belange und das Planfeststellungsverfahren", so Luhmann. Seiner Meinung nach werde auch aus dem Schreiben sichtbar, dass dem Naturschutz mehr Priorität eingeräumt werde als den konkreten Belangen und Sorgen der Menschen. Das macht Luhmann unter anderem daran fest, dass im Schreiben angekündigt wird, dass über die TU Dresden, Lehrstuhl Wildökologie, die Entwicklung des Wildunfallgeschehens untersucht werde. Die DB Projektbau GmbH verweist darauf, dass sie nicht in der Lage, und es auch vom Gesetz her nicht vorgesehen sei, alle Planungsergebnisse mit allen öffentlichen Stellen und den privaten Betroffenen vor dem Beginn des Beteiligungsverfahrens bekanntzugeben und abzustimmen. Die Eröffnung des Planfeststellungsverfahrens soll ab März/April 2010 beginnen, heißt es im Schreiben, das der RUNDSCHAU vorliegt. Bereits für Ende Februar werde ein Termin für Klitten angekündigt, wo nach dem Abschluss der Umplanungen der Planrechtsunterlagen in Folge der Neuausrichtung der Maßnahmen zum Schallschutz, der Ortsvorsteher und der Gemeinderat informiert werde.Ausbau hat Effekte"Wir können uns der Auffassung der Bürgerinitiative nicht anschließen, dass der Streckenausbau der Gemeinde Klitten ,auschließlich Nachteile bringt'. Die großräumig wirkenden wirtschaftsfördernden Effekte des Streckenausbaus werden auch der Gemeinde Klitten zum Beispiel durch den Lastenausgleich im Freistaat Sachsen zugute kommen. Nicht zuletzt werden nach unserer Erfahrung die Gewerbetreibenden, das regionale Handwerk und der Dienstleistungsbereich von den über einen längeren Zeitraum andauernden Bautätigkeiten partizipieren", so DB-Projektleiter Ulrich Mölke.Wie die Bahn erläutert, werden alle derzeit in Betrieb befindlichen Eisenbahnkreuzungen erhalten. Straßenüber- oder unterführungen werde es aber nicht geben. In Sachen Schallschutz heißt es, dass schalltechnische Maßnahmen geplant werden, die normalerweise nur bei einem Neubau von Eisenbahnen angewendet werden. Schallschutzwände werden das sein, an einigen Objekten werde es auch Schallschutzfenster geben. Vor Beginn der Arbeiten wird laut Brief ein Erschüttterungsgutachten für gefährdete Objekte erstellt. Parallel dazu werde ein Beweissicherungsverfahren durchgeführt, mit dem der Zustand aller gefährdeten oder betroffenen Objekte vor Beginn der Bauarbeiten aufgenommen werde. rw