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Lückenschluss zwischen Wolf und Seeadler

Reichwalde. "Das ist ja prima", freut sich Manfred Herz am Freitag am Telefon. Gerade hat der Reichwalder von der RUNDSCHAU erfahren, dass eines seiner Herzensprojekte nun endlich angepackt wird. Regina Weiß

Es geht um den straßenbegleitenden Radwegebau zwischen Reichwalde und Kreba-Neudorf.

"Uns ist ein Durchbruch gelungen", erklärt Dieter Peschel, Leiter des kreislichen Bauamtes. Bauvorhaben bei Radwegen sind im Freistaat Sachsen in drei Kategorien eingeordnet. Bislang schmorte das Vorhaben in der untersten, nämlich der C. Dass bedeutet: Die Notwendigkeit dieses Vorhabens muss weiterhin geprüft werden. Wenn man schwarz sieht: Der Radweg wird damit auch am Sankt-Nimmerleins-Tag nicht fertig sein.

"Nun steht das Projekt in der Kategorie A", so Peschel weiter. Das bedeutet: Die Trasse muss bis zum Jahr 2025 gebaut sein. Zeitnah müsse deshalb die Planung für den straßenbegleitenden Weg entlang der Staatsstraße 153 in Angriff genommen werden.

"Vor acht Jahren war ich mit unserer Bauamtsleiterin beim Straßenbauamt. Da saßen alle mit am Tisch, Verkehrsbehörde und Naturschutz. Da haben wir gedacht, dass zeitnah geplant werden kann", erinnert sich Manfred Herz. Damals war er noch Gemeinderat und Ortsvorsteher. Nun ist er schon seit drei Jahren im "Unruhestand".

Peschel weiß um den Druck, der aus der Region kam. Umso mehr freut er sich über den nun erreichten Erfolg. Der Radweg, der wahrscheinlich vier Kilometer lang sein wird, verbindet künftig den Wolfsradweg (Boxberg-Rietschen-Rothenburg) und den Seeadlerrundweg (80 Kilometer rund durchs Biosphärengebiet). "Das bedeutet touristisch eine Aufwertung", ist sich Peschel sicher. Das kann Manfred Herz nur unterstreichen. "Es ist auch wichtig für den Bärwalder See." Doch er führt auch ins Feld, dass der Weg grundsätzlich zu mehr Sicherheit beitragen wird. "Auf der Straße können sich kaum zwei Lkw begegnen, da muss man ja als Radfahrer Angst bekommen", so Herz. Er führt zudem an, dass die Trasse auch Kindern auf dem Weg in die Oberschule nach Mücka zugutekommt. Außerdem sei man ein gemeinsames Kirchspiel.

Gleichzeitig mit dem Vorhaben in Reichwalde hat der Freistaat Sachsen auch den Bau des Radweges an der S 121 von Niesky-See nach Horscha in die höchste Priorität eingestuft. Dieser soll auf 4,5 Kilometern die Verkehrssicherheit für die Schulkinder verbessern.