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| 02:58 Uhr

Lok erreicht mit Volldampf Pokalfinale

In dieser Szene war der Schleifer Max Krautz am Ball.
In dieser Szene war der Schleifer Max Krautz am Ball. FOTO: Joachim Rehle/jor1
Die Schleifer Lok hat es geschafft. Die Mannschaft spielte sich mit Volldampf ins Pokalfinale. Doch um das Rietschener Team aus dem Wettbewerb zu kegeln, bedurfte es ziemlich großer Anstrengungen. Ronny Jurk

Pokal. Zum zweiten Mal innerhalb von zwei Wochen trafen die beiden Derbykontrahenten aus Schleife und Rietschen aufeinander. Nachdem sich die jungen Schleifer Handballer im Punktspiel in Rietschen geschlagen geben mussten, wollten sie jetzt den Heimvorteil nutzen, um das Finale des Ostsachsenpokals zu erreichen. Als diesjähriger Ausrichter der Finalbegegnung setzten aber auch die Gäste alles auf Sieg.

Trotz des temporeichen Starts der Gäste zeigte sich die Schleifer Mannschaft anfangs dominierend. Beim Zwischenstand von 4:1 ließen die ersten Fehler allerdings nicht lange auf sich warten, welche postwendend mit dem Ausgleich zum 5:5 bestraft wurden. Mit der erneut sensationellen Unterstützung der Schleifer Fans gelang es der Lok jedoch, sich das Spiel nicht aus der Hand nehmen zu lassen. Zwei starke Abwehrreihen und die gut aufgelegten Torhüter beider Seiten sorgten bis zur Halbzeitpause für ein Aufeinandertreffen auf Augenhöhe und boten den Zuschauern ein spannendes Halbfinale, welches durch die Zwischenstände 7:7, 10:7, 10:9, 12:9 und einem Halbzeitstand von 13:12 untermauert wurde.

Dies sollte sich auch im zweiten Durchgang nicht ändern. Nachdem jeder Handballbegeisterte seinen Platz wiedergefunden hatte, ging es zügig und spannend weiter. Die erste Hälfte im zweiten Durchgang gehörte erneut der jungen Lok. Vorgepeitscht durch die Parolen und Gesänge der jeweiligen Fangemeinden arbeiteten sich beide Mannschaften schöne Torchancen heraus. Allerdings blieben dabei viele dieser Möglichkeiten ungenutzt, nicht zuletzt aufgrund der starken Torhüterleistungen. Aber nicht nur diese stachen aus dem Spielgeschehen heraus. Neben allen hoch motivierten Schleifer und Rietschener Akteuren konnten sich Steven Becker, Christian Marusch und Max Krautz für Schleife sowie Dominik Jastrzebski, Stephan Gröscho und Patrick Obier für die Gäste als beste Werfer beweisen.

Nachdem die Becker-Sieben mit den Zwischenständen von 17:13, 20:15 und 23:18 den Vorsprung zwischenzeitlich auf fünf Tore ausbauen konnte, wurde es zum Ende hin nochmals spannend. Geschlossen schienen sich nun die Gäste nochmals aufzubäumen, um das Spiel zu ihren Gunsten zu drehen. Bis auf zwei Tore arbeitete sich das Team aus Rietschen heran, ehe der Heimvorteil und die zum Schluss bessere Chancenverwertung der Schleifer alle Rietschener Hoffnungen zerplatzen ließen.

So feierte die Heimmannschaft mit einer geschlossenen Teamleistung und letztlich auch dem entscheidenden Quäntchen mehr Siegeswillen den verdienten 29:26-Erfolg und zieht damit in das Finale des Ostsachsenpokals ein. Unter anderem dank einer grandiosen Unterstützung der Fans, die vorab bereits viel Zeit in die Gestaltung von Bannern und Fahnen gesteckt hatten, war dieser Erfolg möglich geworden. Und wer weiß, vielleicht kann sich die Mannschaft schon im Finale in Rietschen dafür revanchieren.

Schleife: Wagner, Ruhland, Becker (8/2), Krautz (6/1), Masula (2), Präkelt (2), Pomrenke (2), Lysk (3), Fabian (1), Ruthenberg, Marusch (5)

Rietschen: Richter, Mertinatsch, Hilke, Fritzsche, Walter, Jastrzebski(5), Gottschling (1), Pörsel (2), Mrosk (3/3), Schander (1), Gröscho (6), Obier (6/2), Hentschel (2), Kelch