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| 01:04 Uhr

Logistikeinheit aus Gotha trainiert in Haide

Modernste Technik wie diese Manipulatoreinheit mit Namen „Theodor“ haben die Bundeswehrsoldaten im Gepäck. „Theodor“ nimmt per Fern- oder Kabelsteuerung auch Munition auf und transportiert diese ab.
Modernste Technik wie diese Manipulatoreinheit mit Namen „Theodor“ haben die Bundeswehrsoldaten im Gepäck. „Theodor“ nimmt per Fern- oder Kabelsteuerung auch Munition auf und transportiert diese ab. FOTO: André Kurtas
Den Ernstfall trainieren derzeit rund 1000 Angehörige der Bundeswehr auf dem Truppenübungsplatz Oberlausitz. „Wir haben den Auftrag, die deutschen Heeres- und Luftwaffentruppenteile logistisch zu versorgen“ , so der Regimentskommandeur, Oberst Klaus-Dieter Keller, gestern im Gespräch gegenüber der RUNDSCHAU. Von André Kurtas

Hierbei handelt es sich um eine Nato-Einheit, die für ein halbes Jahr in erhöhte Einsatzbereitschaft versetzt wird. Von der Logistiktruppe wird beispielsweise in einem Einsatzland der notwendige Treibstoff, Munition oder Bekleidung geliefert.
Verlegt wurden „Mann und Maus“ Mittwoch, das von Gotha nach Haide. Der Truppenübungsplatz stellt die logistische Basis für diese Übung dar. Eingerichtet wurde auch ein so genannter Servicepunkt. „Dies ist eine Art militärische Tankstelle oder Raststätte, wo getankt und verpflegt wird sowie Instandsetzungsarbeiten durchgeführt werden“ , so der Regimentskommandeur.
Die ersten Tage wurden genutzt, um die Gefechtsstände aufzubauen und sich mit dem Gelände vertraut zu machen. Während in Haide zwei Kompanien und der Regimentsgefechtsstand untergebracht sind, befindet sich der andere Bereich im Lager in Werdeck.
„Unser Auftrag ist es, Material, mit Schwerpunkt Munition, aus einem Seehafen abzuholen“ , so Oberst Keller. Als Seehafen wurde der Bundeswehrstandort in Zeithain angenommen. Dorthin fuhr ein Konvoi und holte das notwendige Material ab. Von Haide aus, wo es zwischengelagert wurde, wird alles Benötigte zu angenommenen Verbrauchern gebracht. Simuliert wurde aber auch eine Menschenmenge aus der Zivilbevölkerung, die gegen den Einsatz demonstrierte, erfuhr die RUNDSCHAU bei ihrem gestrigen Besuch bei der Truppe.
Die trainierte auch die Bergung von Fahrzeugen. Sehr schwierig sei auch die Wasserversorgung, hieß es. „Denn immerhin müssen pro Tag 70 Liter Wasser für jeden Bundeswehrangehörigen für die verschiedensten Aufgaben zur Verfügung gestellt werden“ , erklärt Oberst Klaus-Dieter Keller.
Noch bis Mittwoch sind Logistiker auf dem Truppenübungsplatz „Oberlausitz“ zu Gast.
Die Übung setzt sich demnächst fort, dann wird mit der deutsch-französischen Brigade geübt.

Zum Thema Niederländisches Heer
 Weiteren Besuch bekommt der Truppenübungsplatz Oberlausitz übrigens vom 4. bis 18 Dezember. Dann sind wieder einmal die Niederländer mit rund 1700 Soldaten hier zugange.