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| 13:31 Uhr

Vorweihnachtliche Stimmung
Auch für den 20. Markt gibt es lobende Worte

In der „warmen Stube“ hatten diesmal wieder die Mitarbeiter vom Schullandheim Reichwalde eine Bastelstraße für die Kinder gestaltet. Die jungen Besucher ließen sich nicht lange bitten.
In der „warmen Stube“ hatten diesmal wieder die Mitarbeiter vom Schullandheim Reichwalde eine Bastelstraße für die Kinder gestaltet. Die jungen Besucher ließen sich nicht lange bitten. FOTO: Arlt Martina
Reichwalde. Die Reichwalder kommen in der Vorweihnachtszeit gern in die Dorfmitte. Sie blicken schon aufs Jubiläum im nächsten Jahr voraus. Von Martina Arlt

Seit 20 Jahren findet der Reichwalder Weihnachtsmarkt im Ort immer am gleichen Standort statt, an der Friedenseiche. „Ein Weihnachtsmarkt gehört einfach in ein Dorf. Besonders hier bei uns in Reichwalde gibt es viele Kinder. Sie warten schon jedes Jahr, dass es endlich soweit ist. Organisiert wird der Markt von Reichwalder Vereinen, federführend ist dabei der Dorfclub“, sagt Martin Jackisch, Vereinsvorsitzender des Dorfclubs Reichwalde seit 2016. Der Verein zählt 35 Mitglieder und gründete sich vor 44 Jahren.

„Damals war noch Frank Müller Vereinsvorsitzender, als die Idee mit dem Weihnachtsmarkt entstand. Das kam bei der Dorfgemeinschaft so gut an, dass dieser Markt nicht mehr wegzudenken ist. Damals gab es noch die Gaststätte im Ort. Dort begann die Tradition vom Schlachtschüsselessen. Etwas, das sich bis heute gehalten hat. Das findet nun in den letzten Jahren in der Kegelbahn im Vereinshaus statt“, so Martin Jackisch (36). Er trat vor 20 Jahren in den Dorfclub ein. Auch seine Eltern gehören dem Verein an und helfen gern mit. „So wie immer“ fand auch am Samstag der Weihnachtsmarkt statt. Hans-Jürgen Jackisch tuckert mit seinem Traktor vor, die Kinder nehmen auf dem Hänger Platz. Dann geht’s auf Weihnachtsmannsuche im Dorf. Seit zwei Jahrzehnten schlüpft Uwe Kopke aus Mücka in die Rolle „ der graue Alte mit dem roten Mantel“.

Spendengelder machen es möglich, dass für die Kinder Geschenke gekauft werden können. Unter Regie der pädagogischen Leiterin Christine Neumann und dem Team vom Schullandheim waren alle Kinder wieder zur langen Bastelstraße eingeladen. Sie gestalteten Tisch- und Fensterschmuck. Die Sportfrauen bereiteten die Kaffeetafel vor. „Besonders Horst Altmann möchte ich heute einmal hervorheben. Er ist über 80 Jahre alt. Er übernahm 19 Jahre lang eine Hütte bei unserem Markt, wo er Imkerwaren anbot. Aus Altersgründen ist er in diesem Jahr nicht dabei. Doch glücklicherweise konnten wir für diesen Stand junge Leute aus Reichwalde gewinnen, die viele Produkte aus Honig im Angebot haben.“

Zum guten Gelingen des 20. Reichwalder Weihnachtsmarktes haben die Sänger vom Kirchenchor Reichwalde unter Leitung von Karin Marko sowie der Posaunenchor aus Reichwalde/Kreba beigetragen. Der Kirchbauverein des Ortes unter Leitung von Wolfgang Wurl bereitete eine Ausstellung vor. Mittlerweile gibt es auch vier Bände über das Dorf Reichwalde, die sehr gern von den Einwohnern gekauft wurden. Am Stand des Sportvereins probierten die Besucher gern das Getränk Seehund aus. Die Schlepperfreunde und die Dorfclubmitglieder sorgten sich um das Wohl der Gäste. Viele Streicheleinheiten bekamen die Alpakas Bodo und Polaris, die Volkmar Müller aus Dürrbach im Gepäck hatte.

Der Reichwalder Markt am dritten Advent ist immer klein, aber fein. Dafür gibt es von den Dorfbewohnern viel Lob. Dieses Event in der Adventszeit ist im Ort eine feste Größe geworden. So sind sich die Vereinsmitglieder vom Dorfclub sicher, dass diese Tradition auch künftig Bestand haben wird. Dann bauen circa 15 Männer wieder die kleinen Hüttchen auf, damit sich „das Dorf“ wieder beim Glühwein treffen kann. Und das alles jedes Jahr für vier Stunden Weihnachtsmarkt. Doch das ist den Reichwaldern auf jeden Fall die Sache wert.

Schon jetzt laufen die Vorbereitungen für den Höhepunkt 2019 auf Hochtouren: 45. Dorffest und 625 Jahre Reichwalde. Diese Festivitäten finden vom 19. bis zum 21. Juli statt. Am 21. Juli gibt es ab 13 Uhr einen großen Festumzug durch das Dorf, erfuhr die RUNDSCHAU von Martin Jackisch.