Bei Karin Jurk geht das Radio morgens eher an als die Kaffeemaschine. Musik und Nachrichten begleiten sie den ganzen Tag. Ihr Favorit ist dabei MDR 1 Radio Sachsen. Seit Anfang März laufen dort die „Pfundskur-Glückswochen“ , bei denen Familien besucht werden, wo gemeinsam gefrühstückt und geplauscht wird, und Familienmitglieder im internen Wettkampf antreten. Als Karin Jurk am Montag hörte, dass der nächste Sendeplatz Bad Muskau sei, griff sie zum Telefonhörer. Und sie hatte Glück. „Rund 100 Bewerber gab es per Telefon“ , weiß Moderator Maik Teschner zu berichten. An der großen Tafel bei Jurks hatten gestern nicht nur die Familienmitglieder Platz, auch Nachbarn waren herzlich zum Frühstück mit dem MDR-Team eingeladen. Maik Teschner und Redakteur René Kindermann sowie der Techniker als Dritter im Bunde zeigten sich begeistert, wie offen sie in Bad Muskau aufgenommen wurden. „Aus jedem Wohnzimmer eine andere Geschichte“ , beschreibt Maik Teschner die Besonderheit dieser morgendlichen Höreraktion.
Um dabei zu sein, war natürlich zeitiges Aufstehen angesagt. Im Dreigenerationen-Haushalt der Jurks mussten deshalb die 19-jährige Christine und die dreijährige Isabel, ihre Eltern Karin und Dietmar sowie die Großeltern Ursula und Franz Jurk die Betten eher „räumen“ als sonst. Doch sie taten es gern, denn wann steht man schon mal im Mittelpunkt des Medieninteresses. „Rund eine halbe Million Zuhörer“ , so Maik Teschner, hörten den Jurks und ihren Geschichten zu. Auch die Hausmusik von Christine und Franz am Keyboard ging live über den Äther.
Und auch beim sportlichen Wettkampf konnten die Hörer mitfiebern: Dem Osterfest angepasst traten Mutter Karin und Tochter Christine im Eierlaufen gegeneinander an. Die Tochter gewann. Ihren Herzenswunsch - ein Handy - bekommt sie nun vom MDR erfüllt. Mit dem Lächeln eines Siegers fiel ihr gestern vielleicht die Deutsch-Vorprüfung etwas leichter.
Vater Dietmar durfte sich im wahrsten Sinne des Wortes auf dem Pfunds kur-Hometrainer abstrampeln. So wurde der Sendeort für heute bestimmt - Rade berg.
„Ein schöner Tag heute“ , stellten Gastgeber wie Gäste gleichermaßen fest. Maik Teschner und René Kindermann zeigten sich fasziniert über dieses Zusammengehörigkeitsgefühl und die nachbarschaftliche Hilfe - „das gibt es in der Stadt nicht“ , so Teschner - aber in der Straße an der Neiße. Gemeinsam findet dort schon traditionell das Osterfeuer statt und im Sommer wird zum dritten Mal zum Neißestraßenfest geladen.
„Beim ersten Mal bin ich von Haustür zu Haustür gegangen und habe gebeten. Nicht alle kamen. Beim zweiten Mal waren es schon mehr. Und in diesem Jahr werden wir den Apfel- und Quittenwein unter der Eiche kosten“ , freut sich Karin Jurk. Auch wenn sie zu Hause ist und sich intensiv ums Nesthäkchen Isabel kümmert, will sie sich einbringen. „Wenn wir es nicht selbst machen, dann macht es keiner“ , so erzählt sie. Die „Radiomacher“ finden die Geschichten rund um die Neißestraße so gut, dass man auch mal dem Fernsehen einen Tipp geben könnte . . .

Fernsehtipp Im Moorbad zu Gast
 René Kindermann wechselte gestern ganz fix das Medium. Von der Neißestraße ging's zum Moorbad, vom Radio zum Fernsehen. Im Rahmen seines Planes „10 Kilo in zehn Wochen“ - Abnehmen mit der Pfundskur - wurde für den Sachsenspiegel am Samstag gedreht. „Für Ostern sollte es etwas zur Entspannung sein. Moorbad und Klangschalenmassage stehen auf dem Programm. Das Moorbad ist zauberhaft“ , war Kindermann des Lobes voll.