| 02:46 Uhr

Linke wollen Finanzierung der Wasserrettung klären

Görlitz. Nach intensiven Gesprächen mit den Beteiligten hat die Fraktion die Linke in dieser Woche einen Antrag an den Kreistag eingereicht, der zum Ziel hat, die Zuständigkeit und Finanzierung von Wasserrettung und Badeaufsicht zu klären. Konkret wird unter anderem beantragt, dass der Landrat in Zusammenarbeit mit den Gemeinden, Zweckverbänden und Betreibern von Badestellen an Seen eine Konzeption zur Absicherung der Wasserrettung erarbeiten lässt. pm/rw

Wichtige Bestandteile dieses Papiers sollen unter anderem sein: Die finanzielle und materielle Absicherung der Wasserrettung als Teil des bodengebundenen Rettungsdienstes und die Unterstützung der ehrenamtlich arbeitenden Organisationen zur Ausbildung und Nachwuchsgewinnung von Helfern aus dem Landkreis Görlitz.

Das zu erarbeitende Konzept soll in der zweiten Sitzung des Jahres 2018 den Kreistagsmitgliedern zur Kenntnis gegeben werden. Mirko Schultze, Vorsitzender der Linksfraktion im Kreistag, sagt dazu: "Durch eine unterschiedliche Auslegung von Intentionen des Gesetzgebers, erheblich eingeschränkten finanziellen Rahmenbedingungen und durch eine enge Auslegung der Wasserrettung als Teil des sächsischen Gesetzes über den Brandschutz, Rettungsdienst und Katastrophenschutz und weiterer daraus abgeleiteter gesetzlicher Regelungen entstand eine Situation, welche keinen der Beteiligten zufriedenstellen kann."

So kann am größten See Sachsen, dem Bärwalder See, die Wasserrettung in dieser Badesaison nur auf freiwilliger Basis und am Wochenende erfolgen. Die DRK-Rettungsschwimmer nehmen dafür zum Teil weite Anreisen in kauf, um die Wache am Klittener Ufer zu besetzen.