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Linke: Landkreis soll gestaltet, nicht nur verwaltet werden

Mirko Schultze.
Mirko Schultze. FOTO: Die Linke
Görlitz. Die Mitglieder der Linken haben Mirko Schultze als Kandidaten für die Wahl des Landrats am 7. Juni nominiert. red/dh

95 Prozent der Teilnehmer der Gesamtmitgliederversammlung stimmten für den langjährigen Vorsitzenden des Kreisverbandes und Mitglied des Stadtrates Görlitz, des Kreistages und Landtages, heißt es in einer Pressemitteilung.

In seiner Rede zur Kandidatur betonte Mirko Schultze: "Es geht nicht darum, den Landkreis nur zu verwalten. Wir müssen gestalten! Nach 25 Jahren CDU-Vorherrschaft im Kreis, Land und meist auch im Bund hat sich gezeigt: Die CDU hat keine Lösungen für die aktuellen Probleme. Schlimmer noch: Sie verschweigt die höchste Arbeitslosigkeit, die geringste Kaufkraft, kaum noch funktionierende Strukturen in der Arbeit mit Kindern und Jugendlichen, bei kulturellen Angeboten, beim öffentlichen Nahverkehr und das trotz zahlreicher engagierter Ehrenamtlicher, die meist einspringen, wenn der Landkreis wieder mal versagt."

Er wolle, so Mirko Schultze zu seiner Nominierung, den Menschen am 7. Juni die Möglichkeit geben, einen neuen Weg zu wählen. "Duckmäusertum in Dresden oder Berlin und Heldengesänge in der Heimat" hätten die Entwicklung des Landkreises zum Stillstand gebracht. Er wolle, heißt es weiter in der Mitteilung, dass die Menschen wieder mitentscheiden und ihre Kompetenz in eigener Sache genutzt wird.

"Ich rufe alle, die der Privatisierung der Politik durch die CDU nicht mehr tatenlos gegenüber stehen wollen auf, nicht durch die Kultivierung unserer Unterschiede den Monopolanspruch der CDU zu zementieren sondern, am gemeinsamen Interesse ausgerichtet, einen Neuanfang zu wagen."

Mirko Schultze tritt am 7. Juni gegen Amtsinhaber Bernd Lange (CDU) an.