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| 17:58 Uhr

Reaktion
Leag reagiert auf Kritik aus Trebendorf

Jens Höhna ist bei Vattenfall für den Immissionsschutz zuständig.
Jens Höhna ist bei Vattenfall für den Immissionsschutz zuständig. FOTO: Torsten Richter-Zippack
Trebendorf. Die Leag weist die Kritik aus Trebendorf zurück. Einwohner hatten sich wegen einer extremen Lärmbelästigung durch den Tagebau Nochten beschwert.

Die auf der jüngsten Trebendorfer Ratssitzung geäußerte Kritik wegen einer extremen Lärmbelästigung durch den Tagebau Nochten zu Beginn diesen Jahres sowie die Zweifel an ihren Lärm-Messergebnisse weist die Lausitz Energie Bergbau AG (Leag) zurück. Die RUNDSCHAU hatte in ihrer Ausgabe am 23. Januar über die kritischen Äußerungen einiger Ratsmitglieder berichtet.

Das Unternehmen habe den beanstandeten Zeitraum 8./9.Januar analysiert und werde diese Ergebnisse auch in der Arbeitsgemeinschaft Immissionsschutz vorstellen, schreibt Sprecherin Kathi Gerstner. „Unsere Auswertung dieses Zeitraums zeigt, dass der Ostwind die Tagebaugeräusche direkt in die Ortslage geweht hat. Zudem arbeitete die Abraumförderbrücke größtenteils im nördlichen Strossenbereich“, informiert der Leag-Umweltschutzbeauftragte Jens Höhna und weist darauf hin, dass der Lärmpegel nicht mehr als 45 dB(A) betragen haben könnte.  „Im Sinne der Transparenz bieten wir den Trebendorfer Bürgern an, den unabhängigen Gutachter bei einer nächtlichen Lärmmessung zu begleiten, um sich selbst ein Bild von den Messungen machen zu können“, so Höhna. Aktuell befindet sich der Tagebau Nochten in einer Entfernung von 1800 Metern zur Ortslage Trebendorf.

In der technischen Anleitung zum Schutz gegen Lärm (TA Lärm) ist die Erfassung der lautesten Nachtstunde zwischen 22 und 6 Uhr vorgeschrieben. „Während dieser Stunde ist der logarithmische Mittelwert ausschlaggebend, dabei können Einzelwerte durchaus nach oben ausschlagen. Zusätzlich wird der Wert auf weitere Faktoren geprüft, wie zum Beispiel meteorologische Einflüsse. Daraus entsteht ein Beurteilungspegel, der mit den gesetzlichen Vorgaben verglichen wird. Wir haben in Trebendorf die gesetzlichen Richtwerte bisher immer sicher eingehalten und werden technisch alles Mögliche tun, um unsere Anlagen so geräuscharm wie möglich zu betreiben“, versichert Höhna.

(ni)