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Umsiedlung
Leag befragt Mühlroser zu Wunsch-Umsiedlungsstandort

Mühlrose. Zwei Standorte stehen zur Wahl, einer befindet sich am Lieskauer Weg in Schleife und der andere in Trebendorf nahe dem Halbendorfer See. Die Ergebnisse werden Anfang Dezember vorgestellt.

Mühlrose (pm/ni) Mit Blick auf die anstehende Umsiedlung des Trebendofer Ortsteils Mühlrose hat die Lausitz Energie Bergbau AG (Leag) am Mittwoch die Mühlroser zu einer nichtöffentlichen Informationsveranstaltung in die Mühlroser Gaststätte „Zur Erholung“ eingeladen. Erläutert wurden die zwei gemeinsam mit den Mühlroser Gremien, der Gemeinde Trebendorf und der Leag abgestimmten Umsiedlungsstandorte sowie die Vorgehensweise zur Befragung und Details zum Fragebogen.

Der Leiter Rekultivierung und Umsiedlungsmanagement bei der Leag, Thomas Penk, versicherte den Anwesenden, dass das Unternehmen zu dem im März diesen Jahres veröffentlichten Revierkonzept stehe und damit auch zur Umsiedlung von Mühlrose. „Wir brauchen das Sonderfeld Mühlrose im Tagebau Nochten zur Versorgung des Kraftwerkes Boxberg mit dem wir den Umbau der Energieversorgung in Deutschland sicher und flexibel flankieren können“, so Penk.

Eine Arbeitsgruppe aus Vertretern der Gemeinde Trebendorf, des Ortsteils Mühlrose, des Landkreises Görlitz, der Gemeinde Schleife, dem Planungsbüro Richter & Kaup sowie der Leag hatte bereits seit Bekanntgabe des Revierkonzeptes verschiedene Varianten für einen neuen gemeinsamen Ansiedlungsstandort für Mühlrose diskutiert und entwickelt. Dabei wurden zwei Vorzugsstandorte benannt, einer in der Gemeinde Schleife, nördlich der Ortslage am Lieskauer Weg, und einer in der Gemeinde Trebendorf unmittelbar am Halbendorfer See. Beide Standorte wurden Mittwochabend durch Planer Ansgar Kaup vorgestellt.

„Ziel der jetzt stattfindenden Bürgerbefragung ist es, herauszufinden, welcher der beiden Standorte den Wünschen der Mehrheit der Mühlroser Bürger entspricht“, erklärte Thomas Penk. Wichtige Eckpunkte bei der Wahl des Standortes wurden vorab festgelegt. So soll Mühlrose als eigenständiger Ortsteil erhalten bleiben mit einem zentralen Dorfanger und mindestens 40 Grundstücke für Umsiedler. Zudem geht es um Elemente der Dorfgemeinschaft, die zu berücksichtigen sind.

Die Bürgermeisterin der Gemeinde Trebendorf, Kerstin Antonius, forderte gemeinsam mit den anwesenden Bürgern eine zügige Umsetzung der Umsiedlung sowie die aktive Unterstützung der sächsischen Staatsregierung, dem Bergbautreibenden sowie aller am Prozess beteiligten Gremien. „Ich persönlich unterstütze jede Entscheidung der Mühlroser Bürger, heiße sie aber sehr herzlich willkommen, wenn die Entscheidung für unsere Gemeinde Trebendorf ausfallen sollte“, so Antonius.

Die Ergebnisse der Befragung werden voraussichtlich Anfang Dezember in einer weiteren Informationsveranstaltung allen Bürgern von Mühlrose vorgestellt. „Dann erläutern wir auch die weiteren Schritte zum Umsiedlungsbeginn“, gab Thomas Penk bekannt. „Den Grundlagenvertrag wollen wir möglichst im ersten Halbjahr 2018 vorlegen.“