Kurz vor dem 30. Geburtstag der Schrotholzsiedlung in Rietschen erreicht die Gemeinde keine gute Nachricht. „Der Leader-Antrag ist nicht positiv beschieden worden“, informiert Bürgermeister Ralf Brehmer (parteilos) jüngst den Gemeinderat. Ursprünglich nämlich hatte der Erlichthof um dessen Leiterin Lysann Lorenscheit einen Antrag gestellt. „Wir wollen einen Fischerei-Erlebnispfad auf dem Erlichthof schaffen“, erklärt die Leiterin. Dazu habe man schon ein Konzept ausgearbeitet. Ferner sollte der Pfad mit Informationstafeln erhalten und in enger Kooperation mit der Teichwirtschaft in Rietschen errichtet werden. Daraus, so Ralf Brehmer, werde nun nichts.

2020 feiert der Erlichthof Geburtstag „Es sind alle Stübchen vermietet“

Rietschen

Auch habe der Antrag eine finanzielle Unterstützung beinhaltet, die für die Feierlichkeiten im Sommer des nächsten Jahres gedacht gewesen sind. Am Wochenende vom 25. auf den 27. Juli ist ein Fest geplant, so die Erlichthof-Leiterin, wofür bereits schon erste Vorbereitungen getroffen wurden. Auch da sei die Teichwirtschaft eingebunden. Wie genau das nun finanziert wird, stehe unterdessen noch nicht fest.

Allerdings stehe noch ein Antrag beim Freistaat in Rede, wie der Bürgermeister bestätigt. Beim Programm „Zukunftsinitiative Sachsen“, die das sächsische Umweltministerium auslobte und auch unter dem Namen „simul+“ bekannt ist, haben sich die Rietschener beworben. „Die Siedlung erhofft sich einen Zuschlag von über 145 000 Euro für Marktstände, die für den Naturmarkt genutzt werden könnten“, so der Bürgermeister.