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| 03:09 Uhr

Lausitzer verschlafen Teile der Partie

Verbandsliga. Der SV Lok Schleife hat sein vorletztes Auswärtsspiel beim Radebeuler HV mit 22:29 verloren. Ronny Jurk

Da die Lausitzer, abgeschlagen auf dem letzten Tabellenplatz, ihr auferlegtes Saisonziel nicht mehr erreichen können, wollten sie frei aufspielen und sich für die letzten Spiele motivieren.

Beide Mannschaften starteten sehr verhalten in die Partie, welche der Gastgeber eröffnete. Nach einer kleinen Antastphase zeigten sich die Hausherren aktiver im Spielgeschehen als das diesmal in Blau gekleidete Schleifer Team, dessen Angriffsbemühungen nur schlecht erkennbar waren. Einzig eine gute Abwehrleistung und eine magere Torausbeute des Radebeuler HV hielt die Lok im Spiel. Trotz des somit anhaltenden Ausgleichs konnten die Gäste aus der Lausitz den Schwung der stabilen Abwehr nicht ausnutzen.

Nach gut 20 Minuten und einigen Unkonzentriertheiten im Schleifer Aufbauspiel nutzte der Radebeuler HV die gebotenen Möglichkeiten und setzte sich erstmalig zum zwischenzeitlichen 9:6 und zur späteren 11:8-Halbzeitführung ab.

Während des ersehnten Pausentees verwies das Trainergespann mit Nachdruck auf ein konzentrierteres Spiel. Die Chancen müssten entschlossener erarbeitet und sicherer abgeschlossen werden. Doch anders als vorgenommen verschlief das junge Schleifer Team die ersten zehn Minuten der zweiten Halbzeit. Ohne nur einmal selbst erfolgreich zu sein, kassierte es gleich fünf leichte Gegentore in der Anfangsphase. Mit dem Anbruch der letzten 20 Minuten nahm sich Schleife dann scheinbar die Worte aus der Halbzeitpause zu Herzen.

Mit mehr Bewegung im Aufbauspiel und einer weiterhin positiven Abwehrleistung entstanden ansehnliche Angriffe und erfolgreiche Torerfolge. Nach und nach verkürzte das Schleifer Team den angewachsenen Rückstand von 12:18 auf 18:21.

Zu kräftezehrend war das späte Umschalten, um diesen Schwung bis zum Ablauf der restlichen Spielzeit beizubehalten. Viele Fehler schlichen sich im weiteren Angriffsspiel erneut ein. Der ein oder andere schnelle Gegenstoß des Gastgebers fand den Platz im Schleifer Tor. So verlor die Lok aufgrund der gesamten Leistung an diesem Tag mit 22:29 durchaus verdient und muss sich eingestehen, zu wenig für den erhofften und möglichen Auswärtserfolg getan zu haben.

Nach einer einwöchigen Pause begrüßt die Lok den Tabellennachbarn vom SSV Stahl Rietschen zum heiß umkämpften Derby in eigener Halle. Mit einer geschlossenen Mannschaftsleistung will sich Schleife dann selbst und seine treuen Anhänger belohnen.

Schleife: Wagner, Jurk, S. Becker (5/4), Masula, Noack (1), Rutenberg (6), K. Becker (5), Siewert (2), Starick (3), Fabian, Gurlit (1)