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Lausitzer Tagebau-Gegner halten an juristischem Kampf fest

Immer wieder gibt es Protestaktionen gegen neue Tagebaue in der Lausitz. Am Freitag wird in Atterwasch Dorffest gefeiert.
Immer wieder gibt es Protestaktionen gegen neue Tagebaue in der Lausitz. Am Freitag wird in Atterwasch Dorffest gefeiert. FOTO: jor
Schleife/Rohne. Die Umsiedlungspläne im Lausitzer Braunkohlerevier stocken. Umweltorganisationen hielten sich dennoch juristische Wege gegen den geplanten Ausbau des Tagebaus Nochten offen, sagte die Sprecherin des Bündnisses „Strukturwandel jetzt“, Friederike Böttcher. dpa

Die Gruppe unterstützt Klagen der Umweltorganisation BUND und eines Dorfbewohners gegen den Braunkohleplan. Das sächsische Oberverwaltungsgericht hatte die Klagen am Donnerstag abgewiesen. Zuvor hatte der schwedische Energiekonzern Vattenfall, der den Tagebau betreibt, mitgeteilt, dass er die Umsiedlungsverträge vorerst nicht paraphieren, also inhaltlich bestätigen wird.

Damit sehe die Sache für die Tagebau-Gegner zwar gut aus, sagte Böttcher. Da sie jedoch nicht wüssten, wie sich Vattenfall letztlich verhalten werde, prüften sie eine Revision gegen das Urteil. Sollten die Ausbau-Pläne realisiert werden, müssten rund 1600 Menschen und 40 Betriebe umgesiedelt werden. Betroffen wäre auch eine Reihe sorbischer Dörfer. Für Sonntag plant das Bündnis einen Protestspaziergang durch den Ort Rohne.