(pm/ckx) Die Idee, im Rahmen des Strukturwandels ein lausitz Festival auf die Beine zustellen, stößt bei Kulturschaffenden in den Kreisen Bautzen und Görlitz auf Zustimmung. In einem auf Initiative des Kulturkonvents des Kulturraumes Oberlausitz-Niederschlesien anberaumten Treffen im Schloss Krobnitz verständigten sich die Anwesenden darauf, dass vom Bund finanzierte Festival in der Lausitz geschlossen zu unterstützen und Partnerschaften und Kooperationen aufzubauen.

In Zusammenarbeit mit Intendant Daniel Kühnel und mit der Görlitzer Kulturservicegesellschaft als Trägerin sollen nun die Weichen für eine starke Einbindung von Theater, Musik, Tanz und Film aus der Region gestellt werden.

Kulturraumsekretär Joachim Mühle betonte die große Chance für die Region, aktuelle Themen der Kunst und Kulturszene der Oberlausitz in das Lausitz Festival einzubinden. Zudem wurde der Mehrwert hervorgehoben, welchen das Lausitz Festival haben kann – zum Beispiel durch die Unterstützung der Zittauer Bewerbung zur Kulturhauptstadt.

Terminliche und inhaltliche Überschneidungen mit wichtigen Kulturterminen in der Region sollen durch enge Abstimmung möglichst vermieden werden. Langfristig wird angestrebt, eigene Produktionen aus der Region in das Festival einzubinden. Aber auch kurzfristig sollen Kulturschaffende aus der Region animiert werden, zu prüfen, ob erste Projekte bis Sommer 2020 in Kooperation mit dem Lausitz Festival verwirklicht werden können. Das Gerhart-Hauptmann-Theater hat bereits konkrete Produktionen vorgeschlagen, die sich für eine Einbindung in das Festival eignen.

Weitere Treffen mit Kulturschaffenden aus der brandenburgischen Lausitz sind in naher Zukunft geplant. Der Grundstein dafür wurde ebenfalls am Dienstag gelegt – denn parallel fand die gemeinsame Kabinettssitzung von Sachsen und Brandenburg in Hoyerswerda statt, bei der sich die Landesregierungen dafür aussprachen, in der Lausitz ein länder- und spartenübergreifendes Festival zu etablieren.