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| 17:50 Uhr

Groß Düben
Lange Gesichter wegen Kommunalwald

Groß Düben. Die Erlöse aus dem eigenen Wald sind den Groß Dübenern zu gering. Von Torsten Richter-Zippack

Lediglich einen Gewinn von 1200 Euro weist der Wirtschaftsplan für den Groß Dübener Kommunalwald 2019 aus. „Viel zu wenig“, sagen mehrere Gemeinderäte. Beispielsweise Harald Rösch: „Ich kann einfach nicht nachvollziehen, dass uns nach der Holzernte nur 1200 Euro bleiben sollen. Da können wir unseren Wald gleich verkaufen.“ René Köppen ergänzt: „Wenn ein Privatunternehmen so arbeiten würde, wäre es beizeiten pleite. Da kann man den Wald gleich verschenken.“ Köppen verweist auf die geplante Einnahme von rund 17 300 Euro, von der eben nur 1200 Euro bleiben. Neben der Holzernte nimmt die Bestandesbegründung mit 8400 Euro den größten Teil der Ausgaben in Anspruch. „Ein Großteil der Erlöse aus dem Holzverkauf wird wieder in den Wald investiert“, erklärt Annett Hornschuh von Sachsenforst. So sei geplant, einen Hektar mit Stieleiche aufzuforsten.  Allein die Aufforstung sowie der Zaunbau gegen den Wildverbiss schlagen mit rund 7000 Euro zu Buche. Hier gibt es aber auch Fördermittel.

Groß Düben ist mit seiner Waldbewirtschaftung vertraglich an Sachsenforst gebunden. Wegen des geringen Gewinns regen mehrere Räte an, eine private Firma mit der Bewirtschaftung zu beauftragen. Die Entscheidung jedoch wurde vertagt. Zunächst solle die Revierleiterin befragt werden. Groß Düben verfügt über rund 40 Hektar eigenen Wald.