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| 01:38 Uhr

Lange: „Der Landkreis ist ein Zebra“

Görlitz. Im Landkreis Görlitz ist die Betreuung der Hartz-IV-Betroffenen institutionell unterschiedlich geregelt. „Im Süden haben wir das Optionsmodell, im Norden samt Görlitz die Arge. rw

Der Landkreis ist also ein Zebra„, erklärte Landrat Bernd Lange am Montag bei einem Pressegespräch. Eine einheitliche Struktur werde nun angestrebt. Doch die Entscheidung darüber will Lange samt Verwaltung nicht übers Knie brechen. Deshalb sieht eine Beschlussvorlage am heutigen Mittwoch im Kreistag vor, dass erste Ende zweiten Quartals 2011 der Kreistag entscheiden soll, um dann die Umstrukturierung zum 1. Januar 2012 durchzuführen. Warum aus Sicht von Landrat Bernd Lange keine Eile Not tut, liegt in der Bundesgesetzgebung begründet. Derzeit liege ein entsprechender Gesetzentwurf vor. “Wenn die jetzt noch rumfummeln in dem Gesetz, dann weißt du doch nicht, was drin steht„, fand der Landrat deutliche Worte. Deshalb wolle man im Kreis die Durchführungsbestimmung des Bundes für das Gesetz abwarten.

Egal, wie die Entscheidung des Kreistages künftig ausfallen wird, unterstrichen Landrat und Sozialdezernentin Martina Weber, dass sich für den Betroffenen nichts ändern wird. Ausdrücklich erklärte Lange auch, dass alle Standorte bestehen bleiben. Gerade in Weißwasser hatte es Gerüchte gegeben, dass die Arge weggehen könnte.

Im gesamten Landkreis gibt es 21 000 Bedarfsgemeinschaften, die Hartz IV beziehen. Konkret sind das laut Kreis 40 000 Leistungsempfänger.